Jetzt bin ich seit 7 Monaten in New York und mir gefällts immer besser. Jetzt, da sich der Frühling entgültig durchgesetzt hat, es abends länger hell bleibt und die die blühenden Bäume etwas Farbe in das Grau der Stadt bringen, kann man New York endlich richtig genießen. Wie man in London den Frühling nicht an der tatsächlichen Temperatur sondern der Kürze der Röcke und Tops erkennt, so ist das wichtigste Indiz für einen, als solchen wahrgenommenen Frühlingstag in New York, dass die Menschen an den Tischen vor den Cafés und Restaurants sitzen und innen alles leer ist. Klar, manchmal muss man sich noch eine dicke Jacke anziehen und sich in die Nähe der Heizstrahler setzen. Aber wie kann man dem Frühling anders klar machen, dass er gefälligst bleiben soll? Das Einzige was mich etwas vom häufigeren Erkunden neuer New Yorker Neuigkeiten abhält, ist die Arbeit. Als "noch" One-Man-Show finde ich mich ein wenig zurückversetzt ins Jahr '98, als Michl und ich auch vor lauter Arbeit nicht richtig weiter gekommen sind. Aber ich hoffe ich habe aus meiner Erfahrung genug gelernt und schaffe es bald ein, zwei Leute ins Boot zu holen und die kleine braintransfer, Inc. zu einer Firma zu machen. Das passende Büro hab ich ja jetzt und auch zwei nette Mieter, David und Sandrine, mit denen wenigstens etwas Leben in die Bude gekommen ist. Gerne würde ich meine Eindrücke nicht nur per Foto und Flickr sondern live und in Echtzeit mit Euch teilen und rufe Euch hiermit auf: kommt und besucht mich! Allerdings nicht im Juli, denn da bin ich in Nürnberg und freue mich diejenigen wieder zu sehen, die es nicht zu mir nach Brooklyn geschafft haben!

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