Das war das vierte Thanksgiving, das ich selbst ausgerichtet habe. Wieder im “Potluck” Style (also “jeder bringt was mit”), mit weniger Gästen, dieses mal, aber dafür mit dem besten Vogel. Der hatte die perfekte Größe (14 Pfund), war frisch und “all natural”, genau rechtzeitig fertig und vor Allem sehr lecker. Auch stresst die ganze Vorbereitung nicht mehr so, wenn man das schon ein paar mal gemacht hat und wenn man sich auf seine Freunde verlassen kann, die sich um fast alle Beilagen gekümmert haben. Ausserdem waren die Rezepte schon erprobt und das Ganze ging mit einer gewissen Routine vonstatten. Die Marinade, in die der Truthahn über Nacht eingelegt wird, besteht aus Soja- und Worchestershire Soße, Rotwein und Knoblauch (plus ein paar Gewürzen). Das macht den Vogel recht dunkel, was man auf den Bildern erkennen kann. Aus dem Sud, der in der Backpfanne übrig bleibt, wird auch die Soße gemacht, die immer besonders gut ankommt. Ich nehme eigentlich nur den Bratensaft, schöpfe das Fett ab, gieße das Ganze mit Rotwein auf und dicke die Soße dann mit etwas Mehlschwitze ein. Das gibt einen recht intensiven Geschmack, vor Allem die Sojasoße würzt kräftig. Auch die Füllung gehört mit zu den Grundbestandteilen. Ich mache immer reichlich davon, etwa die Hälfte geht in den Vogel, die andere in eine Auflaufform, um sie separat zu backen. Beide Arten werden zum Essen serviert, beide haben eine recht unterschiedliche Qualität: die Füllung aus dem Vogel ist durchtränkt vom Bratensaft, die gebackene Hälfte ist eher knusprig, eher wie ein trockene Variante eines böhmischen Knödels. Beides lecker, das ist die Hauptsache.

Schön war’s, allen Mitwirkenden sei hiermit Dank gesagt. Auf ein Neues in 2011!

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