tom-cruise-valkyrieObwohl ich ja nicht der grösste Tom Cruise Fan auf der Welt bin (wegen Scientology und so) fand ich Valkyrie ganz gut. Cruise selber zieht während des gesamten Filmes die gleiche Schnute, keine schauspielerische Glanzleistung, aber manch Anderer spielt seine oder ihre Rolle ganz gut. Interessant ist auf alle Fälle, wie die Geschichte des deutschen Widerstands erzählt wird. Es gibt die bösen Deutschen, wie immer, aber halt auch die guten Deutschen, das gibt’s nicht so oft. Das Set ist ganz hervorragend, man hat wirklich das Gefühl 60 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt zu sein. Die Nazis wirken so echt, dass sie noch schrecklicher rueber kommen ohne klischeehaft mies dargestellt zu werden. Die Guten gewinnen zum Schluss nicht, das wussten wir ja, leider.

Das Beste an Valkyrie ist jedoch die Auffrischung tief schlummernder Geschichtskenntnisse. Klar hat man das alles mal in der Schule gelernt, aber das ist lange her und außerdem gab’s damals meist interessantere Dinge auf die man sich konzentrieren musste. Also, der gute Herr von Stauffenberg war nie ein riesen Nazifan, eher preußische Tradition hat ihn nach Nordafrika gebracht, wo er schwer verletzt wurde, vom Engländer. Zurück in Deutschland wollte er nur noch eines, dass der Krieg schnell aufhört. Da war er leicht zu überreden beim Widerstand mitzumachen und ratz fatz war er der Oberanti, der alles richten sollte. Mangels überzeugender Alternativen beschloss er Hitler selber eine Bombe unterzuschmuggeln und sich aus dem Staub zu machen, weil er ja gebraucht wurde um die Operation Walküre durchzuführen. Leider ging nicht alles nach Plan, das Attentat hatte nicht den erhofften, letalen Erfolg. Stauffenberg und knapp 5000 weitere wurden im Zuge des Scheiterns verhaftet und erschossen. Das Ende des Deutschen Widerstandes, 9 Monate vor Ende des Krieges.

Fazit: wer “Der Untergang” mochte wird “Valkyrie” lieben!

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