Typisch Deutsch, so ein Grillfest im Hinterhof. Frauen und Männer sitzen an Biertischgarnituren und sinniere über Arbeit, Uni, das Leben im Allgemeinen und das andere Geschlecht im Speziellen. Dazu gibt’s das, was sie am besten können, die Deutschen: Bier und Bratwurst. Manchmal aufgelockert von so neumodischem Zeug wie Putenbrust in Chilimarinade, ist so ein Grillabend in Franken herrlich konservativ, im Sinne von “Das haben wir immer schon so g’macht”. Drei im Weckla sind halt durch nichts zu ersetzen. So geht er dahin, der Abend, das Championsleaguespiel auf dem Fernseher im Eck wird kaum wahrgenommen, die braunen Augen der Hunde blinzeln, schauen treudoof jeden an, wie die Männer der Runde. Sie wollen Wurst, die Hunde, nicht die Männer, die wollen meist etwas anderes, aber besser nicht mehr heute. Ach, schön ist so ein Grillabend, mit Freunden, in einem Hinterhof in Nürnberg im Mai.

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