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		<title>Des Umzugs Freuden und Leiden</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 04:47:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>olaf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Packen war dieses mal nicht so schlimm, aber Umziehen ist irgendwie nicht meins. Klar, nach sechs Jahren mal die Wohnung ausmisten tut schon ganz gut, da entdeckt man so einiges, was wirklich sinnlos vor sich hin oxidiert, anderes, was man zwischendurch hätte brauchen können, von dem man aber nicht mehr gewusst hat, dass es [...]
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<p>Das Packen war dieses mal nicht so schlimm, aber Umziehen ist irgendwie nicht meins. Klar, nach sechs Jahren mal die Wohnung ausmisten tut schon ganz gut, da entdeckt man so einiges, was wirklich sinnlos vor sich hin oxidiert, anderes, was man zwischendurch hätte brauchen können, von dem man aber nicht mehr gewusst hat, dass es existiert. Das Umziehen in Amerika hat ansonsten so seine Vorteile. Weder muss man die Wohnung beim Verlassen streichen noch muss man schwere Küchengeräte schleppen &#8211; alles gehört in die und zur Wohnung. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine Umzugsfirma beauftragt, bin mal gespannt, wie das wird. </p>
<p>Zu den Freuden gehört natürlich die neue Wohnung. Mehrere Jahre habe ich nach etwas mit &#8220;usable outdoor space&#8221; gesucht und endlich, vor ca 3 Wochen, wurden wir fündig. In einem neuen, wirklich netten Condo Building haben wir eines der letzten Penthouse Apartments ergattert. Eine 3-Zimmer Wohnung mit 2 Bädern, offener Küche zum Wohnzimmer und riesiger Terrasse. Es gibt alles, was man sich erdenken kann in dem Gebäude, zum Beispiel eine Lounge mit Billard und Tischfußball, Wii und TV, einen Businesscenter mit iMacs, ein Fitnesscenter und eine Sauna. Die Wohnung hat einen Waschmaschinenanschluss, was zum größten Luxus New Yorker Wohnungen zählt. Nur die Waschmaschine müssen wir noch kaufen. </p>
<p>Was die Location angeht, mussten wir natürlich Abstriche machen und um weitere ein bis zwei U-Bahnstationen tiefer nach Brooklyn gehen. Die Straße erschien aber recht belebt und sicher, auch gibt es einen Supermarkt gegenüber und einige kleine, karibische Imbisse auf dem Weg. Wir werden sehen und berichten, wie es so ist im Süden von Crown Heights.</p>
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		<title>Coq au Vin &#8211; (m)ein Rezept</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 05:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>olaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Food]]></category>
		<category><![CDATA[Reference]]></category>

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		<description><![CDATA[_ Es gibt Dinge, die ich immer seltener tue, obwohl ich sie genieße, wenn und während ich sie mache. Schreiben gehört in diese Kategorie, und kochen. Schon seit einiger Zeit, ich weiß nicht mehr genau warum oder weshalb, brennt in mir der Drang einmal einen Coq au Vin zuzubereiten. Neulich waren wir in Harlem bei [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Coq au vin by okreitz, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/okreitz/6346236630/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6228/6346236630_eaf1edcd5b.jpg" alt="" width="500" height="374" /></a></p>
<p>_</p>
<p>Es gibt Dinge, die ich immer seltener tue, obwohl ich sie genieße, wenn und während ich sie mache. Schreiben gehört in diese Kategorie, und kochen. Schon seit einiger Zeit, ich weiß nicht mehr genau warum oder weshalb, brennt in mir der Drang einmal einen Coq au Vin zuzubereiten. Neulich waren wir in Harlem bei Chez Lucienne, wo wir das Hühnchengericht auf der Karte entdeckten und es wenig später auf unseren Tellern landete. Schön zart war das Fleisch, mit feiner Rotweinnote und nach diversen, provencalisch anmutenden Gewürzen duftend. Da stand spätestens fest, so was muss ich auch probieren.</p>
<p>Zum Glück hab ich ja ein Le Creuset Derivat, einen gusseisernen Topf der Marke Lodge (aus Tennessee), der in den USA auch Dutch Oven genannt wird, vermutlich weil es sich um eine Art Ofen auf dem Ofen handelt. Bislang habe ich auch nur Brot darin gebacken, jetzt kommt er also zum ersten Mal richtig zum Einsatz.</p>
<p>Mein Coq au vin Rezept basiert stark auf dem von Julia Child, der Mutter aller Köchinnen. Nachdem ihr Rezept auf verschiedensten Webseiten unterschiedlich dargestellt wurde, habe ich einfach einen wilden Mix gemacht und meine eigene Note einfließen lassen. So habe ich beispielsweise die Butter weggelassen und Pancetta statt Speck benutzt.</p>
<p>Aber hier erstmal die Zutaten:</p>
<ul>
<li>1/2 Packung Pancetta (ca. 100 g)</li>
<li>2 große Zwiebeln (sweet onions)</li>
<li>ca. 3 Pfund Hühnchenteile (Bio, zerlegt)</li>
<li>1 große Knoblauchzehe</li>
<li>Salz und Pfeffer</li>
<li>1 cup (240 ml) Hühnerbrühe (z.B. instant)</li>
<li>1 Flasche Rotwein, kräftiger (Chianti, Merlot, Zinfandel)</li>
<li>2 Lorbeerblätter</li>
<li>frischer Thymian, einige Äste</li>
<li>1/2 Pfund Pilze</li>
<li>20 Babykarotten, halbiert</li>
<li>Olivenöl</li>
<li>etwas Mehl</li>
</ul>
<div>-</div>
<div>Zubereitung:</div>
<div>
<ol>
<li>Erstmal alles schneiden: Karotten halbieren (wenn man richtige große nimmt, dann einfach in ca 2cm kurze Stücke schneiden), Zwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Pilze halbieren</li>
<li>Öl im gusseisernen Topf erhitzen</li>
<li>Pancetta hinzufügen und braun rösten, nicht länger als 3 &#8211; 4 min; aus dem Topf fischen und zur Seite stellen</li>
<li>in dem Öl die in Mehl gewendeten, leicht mir Salz und Pfeffer gewürzten Hühnchenteile anbraten, für ca. 5 &#8211; 8 min; aus dem Topf entfernen und ebenfalls zur Seite stellen</li>
<li>nun das Gemüse anbraten: Karotten, Zwiebeln, dann die Pilze dazugeben und schließlich den Knoblauch. Das Ganze kann man recht lange unter ständigem Rühren braten lassen, bis die Zwiebeln gut weich sind</li>
<li>eine gute halbe Flasche Rotwein dazu geben und für ein paar Minuten kräftig kochen lassen</li>
<li>das Huhn und den Pancetta hinzugeben und mit dem restlichen Wein und der Hühnerbrühe auffüllen; die Lorbeerblätter und den Thymian dazugeben, leicht mit Salz und Pfeffer würzen (je nach Speckbeschaffenheit, gibt es schon einen gewissen Salzpegel)</li>
<li>mindestens 45 Minuten köcheln lassen, auf kleiner Flamme</li>
</ol>
</div>
<div>
<p>Das Ganze riecht zunehmend gut, der Thymian und der Rotwein dominieren deutlich und vermengen sich mit dem Duft angebratenen Fleisches, der noch in der Küche hängt. Besonders ansehnlich ist das Essen nicht, es wirkt eher wie ein Eintopf als ein feines Gericht. Das tut dem Geschmack zum Glück keinen Abbruch. Dazu kann man noch ein grünes Gemüse machen, vielleicht Erbsen, und Kartoffelpüree reichen. Gut hat es geschmeckt und wird in die Liste der Standardgerichte aufgenommen.</p>
</div>
<div>-</div>
<div><a title="Hühnerteile in Mehl by okreitz, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/okreitz/6345480977/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6093/6345480977_e4d339673f_t.jpg" alt="Hühnerteile in Mehl" width="75" height="100" /></a><a title="Speck angebraten, Huhn auch by okreitz, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/okreitz/6346231582/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6039/6346231582_009a0f6903_t.jpg" alt="Speck angebraten, Huhn auch" width="75" height="100" /></a><a title="Untitled by okreitz, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/okreitz/6345482381/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6237/6345482381_aa38aaa1ab_t.jpg" alt="" width="75" height="100" /></a><a title="halbdurch by okreitz, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/okreitz/6346232730/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6232/6346232730_dffca39fc1_t.jpg" alt="halbdurch" width="75" height="100" /></a></div>
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		<title>Ein August wie kein anderer</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 04:48:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>olaf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Technology]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ereignisse des zurückliegenden Monats August müssen festgehalten werden, persönliche und öffentliche. Da war zunächst mal meine OP, die minimalinvasiv war, auf dem Papier, in Wirklichkeit aber eher invasiv denn minimal. Wenn einem eine Stunde lang diverse Instrumente, von denen ich die Größe nur erahnen kann, im Bauch rumgeschoben wurden, dann braucht der Körper ganz [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ereignisse des zurückliegenden Monats August müssen festgehalten werden, persönliche und öffentliche. Da war zunächst mal meine OP, die minimalinvasiv war, auf dem Papier, in Wirklichkeit aber eher invasiv denn minimal. Wenn einem eine Stunde lang diverse Instrumente, von denen ich die Größe nur erahnen kann, im Bauch rumgeschoben wurden, dann braucht der Körper ganz offensichtlich eine gewisse Zeit, sich von dem Schock zu erholen. Was sich dadurch bemerkbar macht, dass man nicht viel läuft, und wenn dann langsam und sehr gekrümmt. Dafür darf man ganz offiziell Drogen nehmen, für die man sonst eingesperrt würde. Doof nur, dass man die auch wirklich braucht, eine Aspirin versagt hier jämmerlich, nicht mal eine Gelonida würde helfen, wenn es sie noch gäbe.</p>
<p>Dann war da noch ein anderes krankheitsbedingtes Ereignis, das nichts mit mir persönlich oder meiner direkten Umwelt zu tun hatte, das ich aber für festhaltenswert erachte: Steve Jobs verlässt Apple. Nach einer wohl einmaligen Leistung hat er, wie ich glaube, die richtige Entscheidung getroffen und setzt neue Prioritäten, weniger arbeiten, mehr Zeit sich um seine Gesundheit zu kümmern (oder besser die Kontrolle seiner Krankheit). Bemerkenswert finde ich, dass er ein einmaliges Gefühl dafür hatte, was die Kunden wollen, ohne es zu wissen. Er hat einfach ein neues Marktsegment nach dem anderen erobert, oft nicht mal neu erfunden, aber immer das beste Produkt platziert. Der iPod war nicht der erste Musikplayer, der Macintosh nicht der erste Personal Computer. Aber die radikale Konzentration auf das Wesentliche und der Wille, das beste Produkt im (neu definierten) Markt zu platzieren hat ihm keiner in diesem Ausmaß je nachgemacht. Aus einer fast bankrotten Firma hat er das wertvollste Unternehmen Amerikas gemacht, in etwas mehr als 10 Jahren, und das, für die Firma, die er mitbegründet hatte und aus die er raus geschmissen worden war. Schon beachtlich. Wir werden sehen, wie es jetzt mit Apple weiter geht. Der neue CEO, Tim Cook, scheint ein ziemlich pfiffiges Kerlchen zu sein, ob es reichen wird oder ob es zurück in die 90er geht für Apple, muss sich zeigen. Ich fürchte, nochmal wird Jobs Apple nicht retten können.</p>
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		<title>Von Erdbeben und Hurrikans</title>
		<link>http://www.kreitz.de/2011/08/29/erdbeben-hurrikan/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 04:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>olaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[New York]]></category>
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		<description><![CDATA[Das gibt es selten, dass man innerhalb einer Woche sowohl von einem Erdbeben als auch einem Hurrikan heimgesucht wird. Gerade wenn es sich, wie in meinem Fall, um das erste Erdbeben und den ersten Hurrikan handelt, ist man natürlich gespannt wie ein Flitzebogen. Nun wusste ich vom Erdbeben natürlich im Voraus nichts, so was kann [...]
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Das gibt es selten, dass man innerhalb einer Woche sowohl von einem Erdbeben als auch einem Hurrikan heimgesucht wird. Gerade wenn es sich, wie in meinem Fall, um das erste Erdbeben und den ersten Hurrikan handelt, ist man natürlich gespannt wie ein Flitzebogen. Nun wusste ich vom Erdbeben natürlich im Voraus nichts, so was kann man ja nicht tagelang via Satellit beobachten. Dumm war nur, dass ich von dem Erdbeben über Twitter und Facebook erfuhr, nicht aber, weil ich durchgeschüttelt worden wäre. Komischerweise war weder mein Büro noch das Café, in dem ich Mittag aß betroffen, 10 Blocks weiter südlich jedoch wurden ganze Gebäude evakuiert. Insgesamt gab es aber keine Opfer zu beklagen und der Sachschaden hielt sich auch in Grenzen.</p>
<p>Da war der Hurrikan schon ein größerer Spaß. Nicht nur konnte man tagelang mit Hilfe unzähliger Webseiten mitfiebern, in welche Richtung der Sturm ausschlagen würde, auch die ganzen Vorbereitungen in New York waren spannend. Gegen Ende der Woche, als klar war, dass <em>Irene</em> ihren Kurs auf die Stadt halten würde, begann die Stadtverwaltung mit den nötigen Maßnahmen. Bürgermeister Bloomberg trat mehrmals täglich vor die Kamera und briefte die Bevölkerung. Es gab das volle Programm: Bewohner niedrig gelegener Gebiete der sogenannten Zone A wurde aufgefordert ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen und bei Freunden unterzukommen. Für Personen, denen dies nicht möglich sein sollte, wurden Schutzräume eingerichtet, in denen man Unterschlupf finden konnte. Die MTA, also die New Yorker Verkehrsbetriebe, gaben gekannt, dass sie zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt den Betrieb aller öffentlichen Verkehrsmittel komplett einstellen würden. Für diesen Vorgang, so wurde geschätzt, bräuchte man mindestens 8 Stunden und vermutlich noch mehr zur Wiederaufnahme, da dann noch der Zustand der Schienen kontrolliert werden müsse.</p>
<p>Am Freitag ging der Wahnsinn dann langsam los. Nachdem wir am Vortag nicht mehr einkaufen waren, packte mich der Gruppenzwang und zog mich in Richtung Supermarkt. Der örtliche Trader Joe&#8217;s (gehört Aldi) war propevoll, schon mittags waren bestimmte Warengruppen komplett ausverkauft (vor Allem Wasser). Ich dachte ich bin besonders schlau und verschob meinen Einkauf auf den Nachmittag, wenn alle noch im Büro sind. Falsch gedacht. Die Situation wurde nicht mehr besser, um 4 Uhr stand die Schlange schon 2 Blocks lang vor dem Eingang, geschätzte 2 Stunden vom Schlangenende bis zur Kasse. Jamie hatte im Fine Fare in Harlem mehr Glück und ergatterte noch ein paar Flaschen Wasser, Obst und Gemüse. Am Samstagmorgen erklärte Bloomberg dann die Pflichtevakuierung der Zone A und wir den Pflichteinkauf einiger weiterer Lebensmittel. Nachdem es mittlerweile schon ganz nett regnete, beschlossen wir unseren Einkauf auf den naheliegenden Supermarkt die Straße runter zu beschränken. Dort angekommen, stießen wir auf einen durchaus gut gefüllten Laden, sowohl was die Einkaufenden als auch das Einzukaufende anging. Trotz der anstürmenden Massen waren die Regale voll und mit Ausnahme von stillem Wasser gab es von allem genug. Wir deckten uns mit Fisch, Fleisch und mehr Gemüse ein, genug um 3 Tage lang 3 Mahlzeiten am Tag kochen zu können. Sicher ist sicher, lautete die Devise &#8211; ohne U-Bahn ist die Versorgungslage der Restaurants ja zumindest eingeschränkt, das galt es in den Versorgungsplan miteinzukalkulieren. Insgesamt muss man sagen, dass die Stimmung ziemlich gut war, alle waren gut drauf und schienen eher hilfsbereit und nachsichtig zu sein als genervt.</p>
<p>Der Samstag verlief dann auch eher harmlos. Der Regen nahm mal zu, mal ab, der Wind wurde gegen Abend etwas heftiger. Kurz nach acht beschlossen wir noch spontan in eine naheliegende Cocktailbar zu gehen. Dort waren wir die ersten und wurden herzlich begrüßt. Im Laufe des Abends kamen dann aber doch noch einige Gäste um gemeinsam die Ankunft von <em>Irene</em> zu begießen. Draußen wurden Wind und Regen immer heftiger. Als wir gegen halb elf die zwei Blöcke heim liefen, konnte man den Schirm noch gut halten, die Straßen waren allerdings schon ganz gut voll gelaufen.</p>
<p>Nachts hörte man nicht viel von <em>Irene</em>, das leise Surren der Klimaanlage übertönte etwaige Sturmgeräusche. Am Morgen war ich dann sehr gespannt, ich hatte mir ein wenig Sorgen um das Motorrad gemacht, das ich etwas näher an der Hauswand geparkt hatte als sonst. Zum Glück eigentlich, aber wie ich schnell auf Facebook bemerkte, wohl eher zur allgemeinen Enttäuschung hinterließ der Hurrikan kaum Spuren. Sicher, in den ufernahen Gebieten gab es einiges an Hochwasser und überall in der Stadt schienen mehr oder minder große Teile von Bäumen gerissen worden sein. Aber das große Desaster schien ausgeblieben zu sein. Keine Opfer zu beklagen, deutlich weniger Verbrechen, als in einer durchschnittlichen Samstagnacht, außer ein paar abgeknickten Ästen und Hochwasser schien alles in Ordnung. So war der Mayor bei seinem Briefing auch eher happy und nahm Kritik, das man übervorsichtig gewesen sei ziemlich gelassen. Ich kann Bloomberg da nur beipflichten: hinterher ist man immer schlauer aber niemand konnte wissen, dass sich der Hurrikan so stark abschwächen würde. Die Vorsichtsmaßnahmen waren alle angebracht und am Ende gilt, better safe than sorry. Die Hauptsache ist, dass niemand zu Schaden gekommen ist in NY.</p>
<p>Am Sonntagnachmittag haben wir dann die Nachbarschaft erkundet um uns ein Bild vom Zustand der &#8220;Verwüstung&#8221; machen zu können. Ähnlich wie den Medien zu entnehmen war, fanden wir einige große Äste im Park, sogar ein paar komplett umgekippte Bäume. An Gebäuden konnten wir keine Schäden erkennen. Das eigenartigste am Ganzen Post-Hurrikan New York waren die vielen geschlossenen Geschäfte. Normalerweise ist der Sonntag ein ziemlich geschäftiger Tag, den viele zum Shoppen nutzen. Mangels öffentlicher Nahverkehrsmittel blieben heute die meisten Geschäfte allerdings geschlossen. Das war schon ein wenig ungewöhnlich.</p>
<p>Jetzt ist der Sonntag gerade vorbei und laut MTA laufen die U-Bahnen am Morgen wieder. Vermutlich nehmen wir sicherheitshalber und ausnahmsweise mal die <a title="Bonnie" href="http://www.flickr.com/photos/okreitz/3946157400/in/photostream/" target="_blank">Bonnie</a> zur Arbeit aber ansonsten nehme ich mal an, dass im Laufe des Montags wieder alles seinen gewohnten Gang nimmt in der Stadt, die allem trotzt, egal was kommt, auch wenn&#8217;s mal nicht so schlimm kommt, wie alle gedacht haben.</p>
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		<title>Das Leben ohne iPhone 4</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 05:22:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>olaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Technology]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mein iPhone verloren und das Leben ist nicht mehr das, was es mal war. Bevor sich jetzt alle aufregen und mich für den Bescheuertsten aller Bescheuerten aller Zeiten halten, erkläre ich lieber mal warum. Letztes Wochenende habe ich mein iPhone 4 verloren, im Taxi. Ich kann mich noch daran erinnern, es in meine [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-900" title="last known location" src="http://www.kreitz.de/wp-content/uploads/2011/07/iphone.jpg" alt="last known location" width="498" height="287" /></p>
<p>Ich habe mein iPhone verloren und das Leben ist nicht mehr das, was es mal war. Bevor sich jetzt alle aufregen und mich für den Bescheuertsten aller Bescheuerten aller Zeiten halten, erkläre ich lieber mal warum.</p>
<p>Letztes Wochenende habe ich mein iPhone 4 verloren, im Taxi. Ich kann mich noch daran erinnern, es in meine Tasche gesteckt zu haben, weil der Akku fast alle war. Kurz darauf habe ich gezahlt und das Taxi verlassen. Wenige Minuten später, in meiner Wohnung, wollte ich mein Telefon laden und musste feststellen, dass es nicht mehr da war. Ich bin nochmal zurückgegangen an die Ecke, wo ich das Taxi verlassen hatte, aber vergebens &#8211; das iPhone war weg. Zum Glück hatte ich das Taxi mit Karte gezahlt und auf der Quittung stand die Taxinummer. Also habe ich gleich noch ein &#8220;Lost Item Claim&#8221; auf der 3-1-1 Webseite abgeschickt, hatte aber schon so ein Gefühl, dass das nicht sehr viel bringen würde. Um ganz sicher zu gehen, habe ich noch versucht bei der Hotline durchzukommen, ich muss allerdings irgendwann zwischen Minute 35 und 50 in der Warteschleife eingeschlafen sein.</p>
<p>Am nächsten Morgen war ich echt schlecht drauf. So langsam registrierte ich, dass es sich eventuell um das Ende meiner einjährigen, innigen Beziehung mit meinem iPhone 4 handeln würde. Sicher, so ein Gerät ist leicht zu ersetzen, der Schaden nur monetär (mein letztes Backup war vom Vortag). Dennoch schlägt eine Neuanschaffung ohne Vertrag mit ca. $750 zu Buche, eine Ausgabe, für die ich noch nicht bereit war. Also, ein letztes Aufbäumen gegen das Akzeptieren des Schicksals. Ich erinnerte mich, mein Telefon bei MobileMe registriert zu haben und so rief ich die FindMyPhone Seite auf und siehe da, mein Telefon war registriert, nur konnte es gerade nicht gefunden werden. Um sicher zu gehen, dass ich nichts verpasse schalte ich die Benachrichtigungsfunktion an. Natürlich bin ich ausgerechnet in dem Moment, in dem die wichtigste Nachricht dieses Vormittags in meiner Inbox auftaucht abgelenkt, erst 10 Minuten später sehe ich die Email und logge mich sofort wieder ein. Ein wenig zu spät, das Telefon ist nicht mehr eingeschaltet, aber die letzte Position ist zu erkennen. Mein iPhone ist 2 Blocks von meiner Wohnung aufgetaucht. Ich schicke erneut eine Nachricht auf das Handy, mit der Bitte an den &#8220;Finder&#8221; das Gerät gegen eine Belohnung zurückzugeben. Alles umsonst, niemand meldet sich und das Gerät taucht auch danach nie mehr auf. Ein kurzer Besuch des vermeintlichen Tatorts ergibt wenig konkrete Anhaltspunkte: ein grosses Mietshaus mit bestimmt 50 &#8211; 80 Einheiten. Ausserdem kann man die Ortung nicht genau ausmachen, es könnte sich auch um ein Auto gehandelt haben. In jedem Fall aussichtslos. Ich überlege kurz, mich mit einem großen Schild auf die Strasse zu stellen, mit der Aufforderung &#8220;Return my iPhone here! Thanks, the owner&#8221;, verwerfe meine Idee aber sofort, der Aufwand scheint in keinem Verhältnis zu stehen. Innerlich fange ich an mein Schicksal zu akzeptieren und eine außerordentliche Sofortabschreibung vorzunehmen. Ich stelle mich langsam auf die sozialen, wirtschaftlichen und emotionalen Folgen dieser neuen Tatsache ein.</p>
<p>Auch den nächsten Tag startete ich ohne Telefon. Nachdem ich kaum telefoniere ist das weniger schlimm. Tragischer ist, wenn man das Internet nicht mehr mit sich in der Hose trägt. Mittags holte ich dann eine neue SIM Karten und steckte sie in mein altes iPhone, ein 2G oder First Gen. Obwohl das einigermaßen gut geklappt hat, ist so ein 3 Jahre altes Gerät  unglaublich, ähm anders. Das Schlimmste ist, dass alles so langsam ist, dass man nichts mehr so verwendet, wie man es gewohnt war. Anstatt eines ständigen, allwissenden Begleiters, den man stets nach dem Weg oder Rat fragt, ist der neue digitale Freund eher ein Hindernis. Zum Glück musste ich nur ein paar Tage warten, bis ich ein iPhone 3 bekam, als Leihgabe, &#8220;for the time being&#8221;, wie man hier so schön sagt. Auch das merklich bessere iPhone 3 stößt oft ein seine Grenzen. Internet ist definitiv machbar, aber man merkt den Prozessor, der so 2008 ist. Das Schlimmste aber am fehlenden iPhone 4, musste ich feststellen, ist die Nichtexistenz der eingebauten Kamera. Ich hatte mittlerweile point-and-shoot mäßig komplett auf das iPhone umgestellt und hervorragende Fotos damit geschossen. Die Kameras in iPhone 2 / 3 sind ok, aber reichen dem iPhone 4 bei Weitem nicht das Wasser. Ähnlich seltsam ist es auch wieder mit einem &#8220;Nicht-Retina&#8221; Display zu arbeiten. Die Auflösung, obwohl durchaus größtenteils noch Standard, ist vergleichsweise lausig.</p>
<p>Downgraden ist schon eine Last, aber zum Glück verdichten sich die Gerüchte um das iPhone 5 und bis September sind es ja nur noch vier Wochen. Dann hab ich endlich wieder eine gute Kamera.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Beachtown NYC</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 05:32:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>olaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[New York]]></category>

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		<description><![CDATA[New York liegt am Meer. Davon hat man die längste Zeit nicht viel gemerkt, war doch der Zugang zum Wasser eher verbaut als zugänglich. Städteplaner hatten wohl keinen großen Nutzen darin gesehen, Ufer attraktiv zu gestalten. Das hat sich in den letzten Jahren massiv geändert: mehr und mehr ufernahe Parks entstehen, ebenso wie andere Wasserattraktionen, [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>New York liegt am Meer. Davon hat man die längste Zeit nicht viel gemerkt, war doch der Zugang zum Wasser eher verbaut als zugänglich. Städteplaner hatten wohl keinen großen Nutzen darin gesehen, Ufer attraktiv zu gestalten. Das hat sich in den letzten Jahren massiv geändert: mehr und mehr ufernahe Parks entstehen, ebenso wie andere Wasserattraktionen, von schwimmenden Pools im East River bis hin zum Kajakverleih im Hudson River (streng genommen handelt es sich hierbei noch nicht um das Meer aber fast). Neulich erst wieder wurde ein neuer Park im Süden Manhattans eröffnet, der <a title="New Yorker article" href="http://www.newyorker.com/online/blogs/newsdesk/2011/07/on-the-east-river-waterfront-esplanade.html" target="_blank">East River Waterfront Esplanade</a> (Jamies Projekt). Eine der vielen kleinen Attraktionen ist hier, dass ein paar Stufen bis hinunter ans Wasser gehen und man so bei Flut durch den leichten Wellengang waten kann.</p>
<p><a href="http://www.kreitz.de/wp-content/uploads/2011/07/P1080906.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-893" title="Fort Tilden Beach" src="http://www.kreitz.de/wp-content/uploads/2011/07/P1080906.jpg" alt="Fort Tilden Beach" width="494" height="330" /></a>Aber das tollste an einer Stadt am Meer ist ein echter Strand. New York hat ein paar davon, ziemlich berühmte, wie Coney Island und weniger bekannte, wie <a title="Fort Tilden map" href="http://maps.google.com/maps?q=fort+tilden+beach&amp;hl=en&amp;ll=40.56158,-73.893442&amp;spn=0.015649,0.042272&amp;client=firefox-a&amp;fb=1&amp;gl=us&amp;sqi=2&amp;cid=0,0,10339230232371767139&amp;t=h&amp;z=15" target="_blank">Fort Tilden</a>, meinem Lieblingsstrand. Dorthin gelangt man mit dem Motorrad vom Eastern Parkway aus in einer guten halben Stunde, im Notfall auch mit U-Bahn und Bus, das dauert dann aber länger. Der Strand ist Teil des Fort Tilden National Parks, wie der Name schon sagt also ein Nationalpark, hier gibt es Ranger, die nach dem Rechten sehen, keine NYPD. Daher ist vermeintlich etwas mehr erlaubt (rauchen, alkoholische Getränke) und geduldet (sportrauchen, oben ohne), als anderswo. Tatsächlich habe ich bislang weder Bademeister noch Ranger am Strand gesehen, letztere passen aber mittlerweile auf, dass man sein Auto nicht mehr im Park parkt. Ansonsten ist hier alles naturbelassen und etwas wilder als an den überorganisierten Long Island Beaches, was ich ganz schön finde. Das Wasser ist mittlerweile, Mitte Juli, auch schon so warm (oder besser unkalt), dass man sich für ein paar Minuten in die Wellen stürzen kann. Leider kommt der mobile Getränkestand selten vorbei und so muss man entweder vor den Park zum Tacobus oder bis hinter zum bewirtschafteten Jacob Riis Park laufen, um sich versorgen zu können, falls man mal wieder vergessen hat, ausreichend Proviant eingepackt zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Weniger, aber besser: Design von Dieter Rams und Jonathan Ive</title>
		<link>http://www.kreitz.de/2011/06/11/design-dieter-rams-jonathan-ive/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 18:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>olaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[History]]></category>
		<category><![CDATA[Mac]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich habe ich mir Objectified, eine sehr gut gemachte Dokumentation über Produktdesign angeschaut. Natürlich wurden unter vielen anderen auch Jonathan Ive, Chefdesigner von Apple und Dieter Rams, ehemals leitender &#8220;Gestalt Ingenieur&#8221; bei Braun interviewed. Dabei habe ich gelernt, dass Ive sehr von Rams inspiriert wurde: &#160; When Ive talks about Rams designing “surfaces that were without [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe ich mir <a title="Objectified on IMDB" href="http://www.imdb.com/title/tt1241325/" target="_blank">Objectified</a>, eine sehr gut gemachte Dokumentation über Produktdesign angeschaut. Natürlich wurden unter vielen anderen auch Jonathan Ive, Chefdesigner von Apple und Dieter Rams, ehemals leitender &#8220;Gestalt Ingenieur&#8221; bei Braun interviewed. Dabei habe ich gelernt, dass Ive sehr von Rams inspiriert wurde:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>When Ive talks about Rams designing “surfaces that were without apology, bold, pure, perfectly-proportioned, coherent and effortless”, he could equally be talking about the iPod. “No part appeared to be either hidden or celebrated, just perfectly considered and completely appropriate in the hierarchy of the product’s details and features. At a glance, you knew exactly what it was and exactly how to use it.”<br />
[source: <a title="The Telegraph online" href="http://www.telegraph.co.uk/technology/apple/8555503/Dieter-Rams-Apple-has-achieved-something-I-never-did.html" target="_blank">The Telegraph</a>]</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Gegenzug gerät auch Rams ins Schwärmen, wenn er über Jonathan Ive und von ihm entworfene Produkte spricht. So sagt er, dass Apple das einzige ihm gekannte Unternehmen ist, dass Design wirklich ernst nimmt und die von ihm aufgestellten Prinzipien befolgt:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><img class="alignright size-full wp-image-880" title="Dieter Rams" src="http://www.kreitz.de/wp-content/uploads/2011/06/rams.png" alt="" width="147" height="201" />Good design is innovative<br />
Good design makes a product useful<br />
Good design is aesthetic<br />
Good design helps us to understand a product<br />
Good design is unobtrusive<br />
Good design is honest<br />
Good design is durable<br />
Good design is consequent to the last detail<br />
Good design is concerned with the environment<br />
Good design is as little design as possible</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beide haben mit ihrem Produktdesign Geschichte geschrieben. Rams Produkte stehen im MoMa und haben Generationen von Designern beeinflusst. Ive hat Produkte entworfen die nicht nur das heutige Bild von Apple ausmachen, sondern ein Stückweit Alltagskultur geworden sind. Das vermutlich innovativste Beispiel, das am meisten von den Prinzipien Rams in einem Stück vereint, war und ist der iPod. Ein aus soliden Materialien gefertigtes Produkt, mit Benutzerführung per Drehrad statt vieler Knöpfe. Nicht ohne Absicht scheint es an das &#8220;T3&#8243; von Braun aus den späten 50er Jahren zu erinnern.</p>
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		<item>
		<title>Dom Rep mit ohne pauschal: ein Urlaubsbericht</title>
		<link>http://www.kreitz.de/2011/06/04/urlaubsbericht-dom-rep/</link>
		<comments>http://www.kreitz.de/2011/06/04/urlaubsbericht-dom-rep/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 15:57:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>olaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Travel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie jedes Jahr, muss es mindestens einmal ans Meer gehen. Was dem Zentraleuropäer das Mittelmeer, ist dem Nordamerikaner die Karibik, nicht schlecht, eigentlich. Nachdem wir uns einige Tips im Bekanntenkreis eingeholt hatten, konkretisierte sich die Dominikanische Republik. Kein Ressorthotel sondern eine eher etwas weniger erschlossene Halbinsel im Norden &#8211; Samaná. Nach holprigem Reisestart (Flug verpasst) [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Untitled by okreitz, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/okreitz/5614815235/"><img class="alignleft" title="In echt noch schoener" src="http://farm6.static.flickr.com/5106/5614815235_9a3670b950_m.jpg" alt="" width="160" height="240" /></a>Wie jedes Jahr, muss es mindestens einmal ans Meer gehen. Was dem Zentraleuropäer das Mittelmeer, ist dem Nordamerikaner die Karibik, nicht schlecht, eigentlich. Nachdem wir uns einige Tips im Bekanntenkreis eingeholt hatten, konkretisierte sich die Dominikanische Republik. Kein Ressorthotel sondern eine eher etwas weniger erschlossene Halbinsel im Norden &#8211; Samaná. Nach holprigem Reisestart (Flug verpasst) kamen wir 5 Stunden später als geplant in Santo Domingo an und holten uns den Leihwagen, einen klitzekleinen Kia. Mit dem gings dann ab in den Norden. Schon nach wenigen Kilometern das erste Mal verfahren, ohne TomTom (das wir mangels Karten gar nicht dabei hatten) kommt man keine 5 Kilometer mehr die Landstraße runter gefahren. Glücklicherweise hatte ich Offmaps auf dem iPhone und sicherheitshalber ein paar vermeintlich wichtige Kartenausschnitte von OpenMaps runtergeladen. Ein Blick auf das Gerät genügte um zu erkennen, dass die Richtung nicht ansatzweise stimmt. Nach der darauf folgenden Kurskorrektur ging es dann endlich gen Norden, in Richtung Samaná.</p>
<p>Kurz vor unserem Ziel mussten wir eine Hügellandschaft überqueren, die zwar über befestigte aber in einem ausserordentlich schlechten Zustand befindliche Strassen verfügte, die schlimmsten Ecken in New York und Fürth weit übertreffend schlecht, so schlecht, dass wir unsere $600 Mietwagenkaution bei jedem Schlag, Knacks und Absacken eines Rades dahingehen sahen. Zu unserer Überraschung gelang uns die Überfahrt jedoch und auf dem Weg bergab passierten wir die ersten Häuser Las Terrenas. Unser Verdacht, dass es sich bei der Dominikanischen Republik um ein Schwellenland handelt, wurde hier schnell bestätigt. Auch, dass es sich um die Schwelle zwischen der dritten und zweiten Welt handeln muss. Viele Menschen leben hier am Strassenrand in Holzhütten. Ein wenig erinnerte mich das alles an Marroko, andere Karibikstaaten, in denen ich bislang war, erscheinen deutlich moderner oder wohlhabener. Trotzdem wirkt das nicht verslumt sondern sehr lebendig und fröhlich. Auch im Ort, den wir auf dem Weg zum Hotel komplett durchfahren, herrscht ein lebeniges Treiben, jeder, so scheint es, hat hier ein motorisiertes Zweirad. Ladengeschäfte haben einfach die ganze, zur Strasse gewandte Haus- oder Hüttenseite aufgemacht, und verkaufen was auch immer, manche Obst, Duschgel und Motoradteile, andere Grillhähnchen und Limo. Zu den Kunden gehören hier überwiegend die Einheimischen selber, Touristen scheinen hier eine gewisse Bedeutung zu haben, aber das Strassenleben dominieren sie nicht.</p>
<p><a title="Untitled by okreitz, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/okreitz/5614827489/"><img class="alignright" title="Fischer" src="http://farm6.static.flickr.com/5184/5614827489_dc8225ec67_m.jpg" alt="" width="240" height="161" /></a>Am Ende des Ortes ist der Strand, an dem entlang wir bis zum Hotel fahren. Das Meer erstrahlt hier in allen Türkistönen, unterbrochen nur von ins Wasser ragenden Palmen, die ihre Wurzeln in einen etwa 20 bis 50 Meter breiten Streifen aus hellem Sand geschlagen haben. Wir passieren bilderbuchartige Buchten bis wir schließlich am Hotel ankommen, eine Anlage von zweigeschossigen Häusern, die kreisförmig in einer Parkanlage um einen Pool angeordnet sind. Wir beziehen unsere Suite, die aus 3 Räumen besteht: eine große Wohnküche mit Couch, Esstisch, Stühlen, kompletter Küchenzeile und angrenzender, riesiger Terrasse mit Meerblick, daneben ein Bad, großzügig im Platzangebot, und ein Schlafzimmer, der einzige Raum mit Glas im Fenster (wegen der Klimaanlage), mit Safe und Satellitenfernseher. Kurz, hier kann man&#8217;s aushalten, alles eher besser und größer als daheim.</p>
<p>Am Ankunftsabend haben wir nur noch die Gelegenheit nett Essen zu gehen, aber schon am nächsten Morgen können wir den wunderschönen Strand genießen. Wir gehen ein paar hundert Meter die Küste entlang, in Richtung ortsauswärts, wo die strandnahe Bebauung abnimmt und die Buchten einsamer werden. Viele Menschen sind aber ohnehin nicht unterwegs, selbst an den Hotelstränden sind deutlich weniger Leute als Liegen. Es fällt schwer einen Platz zu finden, an dem man sich niederlassen soll, jeder Quadratmeter Sand scheint hier perfekt zu sein. Das Meer ist seicht und klar, der Küste vorgelagerte Korallenriffe brechen das Wasser etwa 50 Meter vor dem Strand. Abwechselndes in der Sonne und im Salzwasser liegen verkürzt die Zeit bis der Hunger uns zurück treibt, in die &#8220;Stadt&#8221;, auf der Suche nach etwas Essbaren. Nach mehreren Runden auf und ab durch die Einbahnstrassen Las Terrenas&#8217; finden wir ein Lokal, das hauptsächlich von Businessleuten des Ortes frequentiert wird. Wir werden, trotz mäßiger Spanischkenntnissen freundlichst und geduldig bedient, das Essen ist ebenfalls lecker und die Portionen üppig.</p>
<p><a title="Untitled by okreitz, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/okreitz/5614809159/"><img class="alignleft" title="Las Terrenas" src="http://farm6.static.flickr.com/5110/5614809159_105228a37c_m.jpg" alt="" width="240" height="161" /></a>Die nächsten Tage verbringen wir damit, die Gegend zu erkunden. Es gibt in unmittelbarer Nähe noch einige tolle Strände, die wir sehen wollen. Da wir ein Wagen haben, nutzen wir die Gelegenheit und machen auch längere Ausflüge, in den Nordosten der Halbinsel. So landen wir zum Beispiel in Playa Rincon, wo wir uns ein Boot mit Fahrer mieten und uns von einem jungen Draufgänger über die Spitzen der Wellen peitschen lassen, jedes Wellental, in das wir abstürzen, schlägt hart ins Boot. Entlohnt werden wollen wir mit einem Badenachmittag an einem wunderschönen Strand, was allerdings aufgrund der aufziehenden Wolken nur bedingt klappt.</p>
<p>Leider reichte es diesmal nur für fünf Tage und viel zu früh musste die Heimreise angetreten werden. Als Souvenir durften wir auf der Fahrt zum Flughafen noch einen Polizisten bestechen, der uns angehalten hatte und wie wild mit seiner Laserpistole vor unseren Augen rumgefuchtelt hatte. Natürlich hat er gleich geschnallt, dass es sich mit unserem Spanisch so verhält wie mit seinem Englisch, nämlich nada. Mein kleines Latinum, was ich fast bekommen hätte, hat gereicht um zu verstehen, dass ich mir meinen Führerschein in einem weit entfernten Revier abholen kann, irgendwann viel später. Eine Stunde vor Check-in war das ja keine Option und so nahmen wir gerne eine &#8220;gebührenpflichtige&#8221; Belehrung war, die mit ca. $6 eher human ausfiel.</p>
<p>Die Dom Rep kann ich nur sehr empfehlen, vor Allem &#8220;off the beaten track&#8221;. Strände und Landschaft haben sehr gefallen, die Menschen waren super nett und echt. Von sanftem Tourismus und Umweltschutz, auf einem Niveau wie etwa in Costa Rica ist das Land allerdings noch Lichtjahre entfernt.</p>
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		<title>Fight for your right: 25 Jahre Beastie Boys</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 05:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>olaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[History]]></category>
		<category><![CDATA[Music]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor 25 Jahren erschien License to Ill, das Debutalbum der Beastie Boys. Neulich habe ich die gesamte Geschichte der Band im New York Magazine gelesen, was meine Bewunderung der 3 Jungs bestätigt hat. Wie sie aus dem Nichts eine bis dahin black dominated Musikdomäne erobert haben ist unglaublich. Zu Zeiten, zu denen Harlem noch gefährlicher [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 25 Jahren erschien<em> License to Ill</em>, das Debutalbum der Beastie Boys. Neulich habe ich die gesamte Geschichte der Band im <a title="Beastie Boys im NY Mag" href="http://nymag.com/arts/popmusic/features/beastie-boys-2011-5/" target="_blank">New York Magazine</a> gelesen, was meine Bewunderung der 3 Jungs bestätigt hat. Wie sie aus dem Nichts eine bis dahin <em>black dominated</em> Musikdomäne erobert haben ist unglaublich. Zu Zeiten, zu denen Harlem noch gefährlicher war als der Hindukusch, traten die Beastie Boys im Apollo Theater auf und tourten mit Run DMC durch den Süden.</p>
<blockquote><p><strong>DMC:</strong> For the first couple of days of the tour, the  towns we were playing were in Alabama, Florida, Tennessee—this was the  black South. We expected to hear boos, so we were reluctant to be on the  side of the stage, to see them get disappointed. But then from the  dressing room, we’d hear “Yeaaaaaah! Yeaaahhh!” It was the black  audience, praising these dudes. The reason they were so good: It wasn’t  white punk rockers trying to be black emcees. They wasn’t talking about  gold chains or Cadillacs. They were white rappers rapping about what  they did. Real recognize real.</p></blockquote>
<p>Jetzt, zum 25ten Jubiläum haben sie ein Video ins Netz gestellt, was man sich unbedingt ansehen muss. Es schliesst quasi an das Video <em>Fight for your</em> right an. Ich weiss nicht wie sie das geschaft haben, aber so ziemlich jeder Schauspieler, der zu Zeit im Kino zu sehen ist, spielt hier mit, seht selbst:</p>
<p><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/evA-R9OS-Vo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Trinken in den 80ern</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 14:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>olaf</dc:creator>
				<category><![CDATA[History]]></category>
		<category><![CDATA[Drinks]]></category>

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		<description><![CDATA[Was haben wir in den (späten) 8oern gerne Cocktails getrunken. Gerade als Anfänger, der man ja ist, wenn es um alkoholische Getränke geht, mag man scheinbar Süßes. Ausserdem muss es knallen, und billig sein, weil man ja kein Geld hat. Was wir immer gerne gemischt haben, auf Parties, auf denen man sich mal was gönnen [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Was haben wir in den (späten) 8oern gerne Cocktails getrunken. Gerade als Anfänger, der man ja ist, wenn es um alkoholische Getränke geht, mag man scheinbar Süßes. Ausserdem muss es knallen, und billig sein, weil man ja kein Geld hat. Was wir immer gerne gemischt haben, auf Parties, auf denen man sich mal was gönnen wollte, war ein Zombie. Da kommt in etwa alles rein, was die Wohnzimmerbar der Eltern hergibt, und noch mehr. Wenn wir mal richtig Geld ausgeben wollten, gab&#8217;s das viel besser gemacht im Bobby McGee&#8217;s oder im <a title="Webseite Gelbes Haus" href="http://www.gelbes-haus.de/ueberuns.shtml" target="_blank">Gelben Haus</a>. Da war der Zombie so stark, dass selbst ganz Mutige keinen zweiten bestellten. Gerade habe ich das hier gefunden, zum nachbauen.</p>
<p><a href="http://www.behance.net/gallery/COCKTAILS-a-poster/995817"><img class="size-full wp-image-828 alignleft" title="zombi" src="http://www.kreitz.de/wp-content/uploads/2011/04/zombi.jpg" alt="mehr Cocktails" width="494" height="505" /></a></p>
<p>(Weitere Explosionszeichnungen von Cocktails und ein tolles Poster findet man <a href="http://www.behance.net/gallery/COCKTAILS-a-poster/995817">hier</a>).</p>
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