Technologie entwickelt sich immer schneller aber noch schneller entwickelt sich unser Umgang damit. Quasi über Nacht etablieren sich Dinge wie Twitter in unser Leben, bei in etwa ähnlichem Funktionsumfang hat SMS dafür mehrere Jahre gebraucht. Facebook kam zwar langsam aber dafür heftig. Nicht nur lässt es direkte Konkurrenten wie MySpace wie One-Hit-Wonder aussehen, es tötet auch andere Medienphänomene, langsam aber nachhaltig. Mein Flickr Konto leidet an zunehmender Vereinsamung, dieser Blog dient nur noch sporadisch als primäre Plattform meinen Mitmenschen mitzuteilen, was bei mir so abgeht. Alles was zeitnah über den Äther gehen soll, so scheint es, ist bei Facebook besser aufgehoben. Ob der durch Neugier und Suchtvorstufe hervorgerufenen Abrufrequenz, kann man sicher sein, dass Geschriebenes bei Facebook auch gelesen wird. Wer liest heute schon noch Blogs, das ist so 2006.

Aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Blogs, jedenfalls solche, die nicht nur auf andere verweisen oder zitieren, sondern was zu sagen haben, können von Facebook nicht ersetzt werden. Dazu gibt’s dort weder genug Platz noch reicht die Aufmerksamkeitsdefizitlücke der meisten Benutzer. Also habe ich doch noch Hoffnung und schreibe weiter, für mich und meine paarhundert Leser.

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