Jetzt ist er endlich richtiger Präsident, nicht nur ‘President elect’, wie er die letzten Monate immer genannt wurde. Endlich! Der erste schwarze Präsident, der nicht mal richtig schwarz ist, aber egal, Hauptsache anders als die anderen, ein Signal, dass jetzt alles besser wird, vor allem für die, für die bislang nie was besser wurde. Er muss alles richten, den Krieg, die Depression, auf die wir zusteuern, die Arbeitslosigkeit, das Gesundheitssystem, um nur ein paar Herausforderungen zu nennen. Das alles muss schnell passieren, die ungeduldigen Börsen, die unnachgiebigen Druck auf die Gegenwart ausüben, weil sie Indikatoren einer unvorhersehbaren Zukunft sind, sie zeigen, dass es gilt keine Zeit zu verlieren, sie gingen gleich runter, nach dem Schwur, überall in der westlichen Welt. Aber Obama scheint den Menschen nichts vormachen zu wollen, er schwört alle ein, auf einen langen Kampf, eine lange Durststrecke, die vor uns liegt, weder er noch irgendjemand anders kann die Probleme über Nacht aus der Welt schaffen, das macht er gleich in seiner Antrittsrede klar. Trotzdem sind die Menschen in Amerika an diesem Tag glücklich, sie haben Tränen in den Augen vor Freude, Millionen in der Mall und an den Bildschirmen verfolgen diese Augenblicke des Anfangs eines neuen Amerikas. Ab morgen ist der Glanz und Glamour dann Geschichte, dann muss gearbeitet werden, hart gearbeitet werden um die Träume zu erfüllen. Aber alles wird gut, das hat uns der Präsident versprochen!

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