Die Ereignisse des zurückliegenden Monats August müssen festgehalten werden, persönliche und öffentliche. Da war zunächst mal meine OP, die minimalinvasiv war, auf dem Papier, in Wirklichkeit aber eher invasiv denn minimal. Wenn einem eine Stunde lang diverse Instrumente, von denen ich die Größe nur erahnen kann, im Bauch rumgeschoben wurden, dann braucht der Körper ganz offensichtlich eine gewisse Zeit, sich von dem Schock zu erholen. Was sich dadurch bemerkbar macht, dass man nicht viel läuft, und wenn dann langsam und sehr gekrümmt. Dafür darf man ganz offiziell Drogen nehmen, für die man sonst eingesperrt würde. Doof nur, dass man die auch wirklich braucht, eine Aspirin versagt hier jämmerlich, nicht mal eine Gelonida würde helfen, wenn es sie noch gäbe.

Dann war da noch ein anderes krankheitsbedingtes Ereignis, das nichts mit mir persönlich oder meiner direkten Umwelt zu tun hatte, das ich aber für festhaltenswert erachte: Steve Jobs verlässt Apple. Nach einer wohl einmaligen Leistung hat er, wie ich glaube, die richtige Entscheidung getroffen und setzt neue Prioritäten, weniger arbeiten, mehr Zeit sich um seine Gesundheit zu kümmern (oder besser die Kontrolle seiner Krankheit). Bemerkenswert finde ich, dass er ein einmaliges Gefühl dafür hatte, was die Kunden wollen, ohne es zu wissen. Er hat einfach ein neues Marktsegment nach dem anderen erobert, oft nicht mal neu erfunden, aber immer das beste Produkt platziert. Der iPod war nicht der erste Musikplayer, der Macintosh nicht der erste Personal Computer. Aber die radikale Konzentration auf das Wesentliche und der Wille, das beste Produkt im (neu definierten) Markt zu platzieren hat ihm keiner in diesem Ausmaß je nachgemacht. Aus einer fast bankrotten Firma hat er das wertvollste Unternehmen Amerikas gemacht, in etwas mehr als 10 Jahren, und das, für die Firma, die er mitbegründet hatte und aus die er raus geschmissen worden war. Schon beachtlich. Wir werden sehen, wie es jetzt mit Apple weiter geht. Der neue CEO, Tim Cook, scheint ein ziemlich pfiffiges Kerlchen zu sein, ob es reichen wird oder ob es zurück in die 90er geht für Apple, muss sich zeigen. Ich fürchte, nochmal wird Jobs Apple nicht retten können.

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