Vollidiot.

Auf dem Flug zurück nach New York habe ich mal wieder ein Buch gelesen. Wer mich kennt weiß, dass ich viele Bücher anfange aber dann jahrelang nicht über die zweite Hälfte hinweg komme (Ausnahmen: Anna Gavalda und Frédéric Beigbeder). In Nürnberg habe ich mir also Tommy Jaud’s erstes Buch “Vollidiot” gekauft und irgendwann, nach Nickerchen und Nachtisch angefangen zu lesen. Schon nach den ersten Minuten hat meine Sitznachbarin komisch zu mir herübergeschaut, weil ich geschäumt habe vor Lachen. Tommy Jaud schreibt so, wie sich Männer unterhalten, wenn sie lässig wirken wollen. Manchmal ein bisschen “assig” aber unglaublich nah am Leben. Unglaublich nah an meinem Leben, habe ich mir da sofort gedacht. Da versucht der Protagonist Simon Peters zum Beispiel, eine von ihm Angebetete mit einer Einladung zum Fanta Vier Konzert rumzukriegen. Oder: der Vollidiot im Buch ist nicht fähig richtig zu lieben bzw. versaut sich alles durch unüberlegte Aktionen, in denen eher kurzfristigen Gefühlen Genüge geleistet wird. Alles in Allem ein hervorragendes Buch, sehr kurzweilig, sehr witzig, etwas blasphemisch und sogar Minusleser wie ich haben’s in 6 Stunden durch.

2 thoughts on “Durchgelesen: Vollidiot (von Tommy Jaud)

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