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°°°pixels are your friends

Facebook killed the blogging star

Technologie entwickelt sich immer schneller aber noch schneller entwickelt sich unser Umgang damit. Quasi über Nacht etablieren sich Dinge wie Twitter in unser Leben, bei in etwa ähnlichem Funktionsumfang hat SMS dafür mehrere Jahre gebraucht. Facebook kam zwar langsam aber dafür heftig. Nicht nur lässt es direkte Konkurrenten wie MySpace wie One-Hit-Wonder aussehen, es tötet auch andere Medienphänomene, langsam aber nachhaltig. Mein Flickr Konto leidet an zunehmender Vereinsamung, dieser Blog dient nur noch sporadisch als primäre Plattform meinen Mitmenschen mitzuteilen, was bei mir so abgeht. Alles was zeitnah über den Äther gehen soll, so scheint es, ist bei Facebook besser aufgehoben. Ob der durch Neugier und Suchtvorstufe hervorgerufenen Abrufrequenz, kann man sicher sein, dass Geschriebenes bei Facebook auch gelesen wird. Wer liest heute schon noch Blogs, das ist so 2006.

Aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Blogs, jedenfalls solche, die nicht nur auf andere verweisen oder zitieren, sondern was zu sagen haben, können von Facebook nicht ersetzt werden. Dazu gibt’s dort weder genug Platz noch reicht die Aufmerksamkeitsdefizitlücke der meisten Benutzer. Also habe ich doch noch Hoffnung und schreibe weiter, für mich und meine paarhundert Leser.

Virales Marketing

Da hab ich Marketing studiert, so richtig im Hauptfach und so, aber das Marketing von heute scheint mit dem der 90er Jahre nicht mehr viel gemeinsam zu haben. Dumpf kann ich mich erinnern, dass das Internet als Medium schon Erwähnung fand, wenigstens gegen Ende des Studiums. Putzigerweise nannte man es damals vorwiegend das World Wide Web und nicht nur der Name sondern auch die Art und Weise wie die Nutzer damit umgehen, hat sich grundlegend geändert. Das World Wide Web war zwar ein Kanal, der erstmals Interaktion brachte, aber das überforderte die meisten Anbieter von Inhalten und Werbetreibende gleichermassen. So waren Webseiten der späten 90er dann auch eher auf den Bildschirm reduzierte Broschüren, die ursprünglich für den Print konzipiert und designed wurden.

Zu Anfang des neuen Jahrtausends überschlugen sich alle vor Begeisterung, vom Jungunternehmer bis hin zum Investor und plötzlich war alles möglich im Web. Selbst unsere kleine Klitsche mit grosser Idee wurde auf 12 Millionen DM wertgeschätzt, um Haaresbreite sind wir dem Reichtum damals entkommen und mit uns tausende andere, die im Dot.com Boom aufgehört hatten für ein Fünferle zu denken. Das hätte vielen eine Lehre gewesen sein sollen, war es aber nicht. Wenige Jahre später wiederholte sich alles noch einmal, diesmal nannten man es Web 2.0. Das Gute war jedoch, dass der Internetnutzer so langsam wusste wo der Hase langläuft und sich nicht mehr jeden Mist unterjubeln liess. Dadurch wurde das Angebot im Netz deutlich attraktiver, so attraktiv sogar, dass für viele das Medium Internet zur wichtigsten Informations-, Unterhaltungs- und Kommunikationsplattform geworden ist.

Bestimmte Zielgruppen der Werbewirtschaft, zum Beispiel die 14 – 24 Jährigen, haben derart ihr Medienverhalten verändert, dass ein traditioneller Medienmix (so wie ich ihn gelernt habe) vollkommen unwirksam geworden ist. Schlimmer noch, was gestern noch funktioniert hat (z.B. Bannerwerbung, Pop-ups), ist morgen schon out. Die Halbwertszeit von wirksamer Unternehmenskommunikation nimmt schneller ab als man sie erforschen kann. Ein Trend zeichnet sich aber ab: echte oder vermeintlich echte Beiträge von Privatleuten ohne kommerzielles Interesse scheinen noch hohe Akzeptanz zu haben. Lustige Videos oder multimediale Beiträge, die über offene und geschlossene Benutzergruppen (Facebook, Twitter) von einem zum anderen weitergegeben werden, scheinen gerade der heilige Gral der Onlinekommunikation zu sein. Immer mehr Grossunternehmen springen auf den neuen Marketingzug auf, der wegen seiner rasanten und oft unkontrollierbaren Ausbreitungscharakteristik auch Virales Marketing genannt wird.

Microsoft hat sich da was tolles ausgedacht: sie sponsorten einen angeblichen österreichischen Ingeneur, der die längste Wasserrutsche der Welt bauen wollte. Pseudowissenschaftlich bereitete sich der gut vor und postete immer wieder seinen Fortschritt – in Excel, Word oder Projekts dargestellte Forschungsergebnisse. Schliesslich das Youtube Video mit dem halsbrecherischen Sprung und die Auflösung: Microsoft steckt dahinter und 1,4 Millionen Menschen habens gesehen, nicht schlecht. Oder Dell: der twittert fröhlich und täglich seine Outlet Angebote und hunderttausende Followers kaufen fleissig. Letzte Woche wurde verkündet, dass die Umsatzmarke von $3 Millionen via Twitter erreicht wurde. Am besten gefällt mir aber, wenn Virales Marketing verwendet werden kann, um Missstände anzuprangern. Dem Countrysänger Dave Carroll wurde auf einem United Airlines flug die Gitarre zerstört und die Fluggesellschaft wollte diese nicht ersetzen. Dave schrieb ein Lied, drehte ein Video und über 4 Millionen Zuschauer sahen es, natürlich auf Youtube. United Airlines lenkte schliesslich ein und wieder hat Virales Marketing alle glücklich gemacht.

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Google Chrome: Segen oder Fluch?

Braucht die Welt einen weiteren Browser? Web Developer wie Du und ich haben ja schon genug zu kämpfen mit IE 6, IE 7, Safari, Firefox, manchmal Opera und bald noch IE 8. Alle wollen Webseiten ein wenig anders darstellen und oft heißt das doppelt und dreifache Arbeit beim Programmieren. Jetzt kommt noch Google Chrome dazu, toll. 

Aber vielleicht sollte ich es ja mal aus Sicht eines Benutzers sehen, schließlich gibt es hiervon mehr als von der Sorte Pixelschubser. Außerdem bin ich ja selbst Anwender, die meiste Zeit. Also, fix Chrome runtergeladen, für den PC, Mac und Linux müssen noch warten. Und? Erster Eindruck: sau schnell, sehr aufgeräumt und auf's Wesentliche reduziert. Nicht gerade elegant im Erscheinungsbild, eher der Anti-Safari, Plastik statt poliertem Metall. Technologisch hat er einiges auf dem Kasten. Jeder Tab arbeitet im eigenen Prozess, wenn einer crashed bleiben die Anderen davon unberührt. Außerdem optimiert für Webanwendungen, angeblich sollen solche geschmeidiger zwischen online und offline wechseln können.

Google hat damit einen weiteren Schritt zur Weltherrschaft hergestellt, hoffen wir, dass hier nicht nur Open Source drauf steht sondern auch ein wenig drin ist, für andere. Die deutsche Presse hat sich hauptsächlich mit dem Thema Datenschutz beschäftigt und die ersten Klagen gab's auch schon, Google wollte die Urheberrechte für alles, was man durch den Browser ins Internet stellt. Lächerlich, mussten sie zugeben und war dann plötzlich "nur ein Versehen".

Egal, am Ende können alle Anwender nur gewinnen, schließlich wird niemand zum Benutzen gezwungen und Konkurrenz belebt ja das Geschäft, die Qualität aller Browser wird im Schnitt also eher steigen.

Hotel 2.0

Endlich mal wieder eine gute Start-up Idee: mit nur $20.000 Startkapital haben ein paar Leute aus San Francisco AirBed & Breakfast aufgemacht und damit eine Online-Börse für Privatzimmer ins Leben gerufen. Die Webseite ist einfach strukturiert: potentielle Vermieter geben ihr Profil ein, sowie Objekt mit dazugehörendem Preis. Ob für eine Nacht, ein paar Tage oder gar einen Monat, die Kunden finden über eine Suchmaske mit Google Maps Unterstützung schnell die gewünschte Unterkunft. AB&B schlägt zwischen 5 und 12% auf den Preis, den der Vermieter angibt drauf. Dieser muss einen Gast nicht nehmen: "Bewerber" schicken eine Anfrage und der Vermieter entscheidet daraufhin, ob er den Gast aufnehmen möchte oder nicht. Kurzum, die kapitalistische Variante von CouchSurfing. Zwar habe ich weder das Eine noch das Andere probiert, aber ich könnte mir vorstellen, dass die kostenfreie Variante mehr sozialen Zwang mitsichbringt, während die "for profit" Methode eine faire Geschichte für beide Seiten ist. Vielleicht beides mal probieren und schauen wie's läuft…

Microsoft is dead. Applications escape your hard drive for a better life online. Why limewire Photoshop when you can edit your Flickr photos right there? Word, Excel? Google has it for free!°°°

I often post music videos on my blog, but jukeboxtube is even more convenient…°°° 

Webtechnologien von heute: Der Filzstift

1.jpgSelbst wenn man von Programmieren und so gar keine Ahnung hat, kann man ganz schön innovativ sein. Das hier ist jedenfalls mal wirklich ausgefallenes Webdesign.

(via Signal vs. Noise)

 

I heart Google IG

google-ig.jpgEs ist nur eine von vielen Web 2.0 Anwendungen, mit denen man seine eigene Browser-Startseite zusammenbasteln kann, aber ich mag die von Google am liebsten. Hier habe ich meine Lieblingslinks, mein Wetter (New York & Nürnberg), Kinoprogramm, wichtige News und einen virtuellen Notizblock. Seit neustem gibts auch noch Themes und meines zeigt eine Bushaltestelle, mit Menschen die warten, auf den Bus eben oder auf bessere Zeiten. Das Beste ist aber, dass das Wetter in der Szene dem Wetter in Downtown New York entspricht (man kann seinen ZIP Code angeben). Denen ist also zur Zeit auch zu kalt…

Großer Erfolg mit kleinem Buch

homecover.jpgIch habe schon das erste Buch von 37signals, einer Webagentur, die mit Online-Applikationen großen Erfolg hat, gelesen und fand einige sehr interessante Details darin. Vor einiger Zeit haben sie ihr zweites Buch herausgebracht. "Getting Real" beschreibt auf ca. 200 Seiten, wie man bessere Web-Applikationen baut. Das besondere an dem Buch ist aber der enorme Erfolg. Anfangs nur als eBook im PDF Format für 19 Dollar pro Kopie erhältlich, verkaufte es sich wie geschnitten Brot. Die Reputation von 37signals und 30.000 regelmäßige Leser des firmeneigenen Blogs Signal vs. Noise halfen in den ersten 30 Tagen $120.000 Gewinn mit dem Buch zu erzielen, das entspricht 5750 Transaktionen (einige davon waren 10er Lizenzen des  Buches für Unternehmen). Mittlerweile kann man auch eine Printversion für $29 erhalten oder das Buch online und kostenlos lesen. Für Webdesigner, Programmierer und Internet Marketeers sehr zu empfehlen.

finetune.com – besser als Pandora & Last.fm?

Laut Times Magazine ist finetune.com eine der Top 10 Web-Anwendungen und laut TechCrunch besser als Pandora und Last.fm. Ähnlich wie bei den beiden Letztgenannten kann man bei finetune.com ebenfalls Musik online anhören und Playlisten erstellen. Der Unterschied ist, dass man bei finetune.com im Prinzip freie Wahl hat, was die Zusammenstellung der Playlisten angeht. Man muss lediglich 45 Tracks unterschiedlicher Künstler in eine Liste packen und dabei nicht mehr als drei pro Band (laut FAQ wollen die Majors das so). Wem das zuviel Stress ist, der drückt den “I’m lazy” Button und finetune macht die Liste voll, mit teilweise recht unpassenden Tracks. Das Tolle, die fertige Playlist kann “auf Knopfdruck” in MySpace oder jeden beliebigen Blog eingebunden werden, wie man hier sieht. Aus meiner ersten Liste habe ich ca. 20 selber ausgesucht, den Rest hat der Lazyknopf hinzugefügt. Beatles hätte ich in den Mix nicht gegeben ;-)


Tip: Mouse Over Funktionen machen lauter, leiser, spulen vor und zurück…

Jigg this tune!

iJigg.com ist eine neue Website, die einlädt, Musik von frischen Künstlern anzuhören und bei Wohlgefallen nach oben zu jiggen (also wie bei Digg.com, nur mit Songs). Teilweise ganz schön viel Schrott dabei, aber auch super nette Sachen, die bestimmt leicht bald ganz groß sind. Den hier find ich zum Beispiel klasse:

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Welcome to kreitz.de, a personal weblog edited by Olaf Kreitz since 2005. kreitz.de covers some of the notable things I come across in New York, online or elsewhere in the world, small and big adventures, my 5 cents on movies, music, art, food and stuff I like. More here.

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