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°°°pixels are your friends

kreitz.de im neuen Gewand

Nachdem ich mich nicht nur privat ganz gerne mit Design beschaeftige, sondern mehr und mehr auch beruflich, werde ich mit so Sachen konfrontiert wie dem Raster(system) oder auf Englisch the grid. Wenn ich meinen Designer Kollegen ueber die Schulter schaue, ist das Raster immer die Grundlage fuer jede gute Gestaltung. Unter diesem Gesichtspunkt habe ich dann nach neuer Inspiration fuer ein Blog-redesign gesucht und bin ueber The Grid System schliesslich auf Subtraction gelandet. Letzteres ist der Blog von Khoi Vinh, Design Director bei der NY Times. Mangels Zeit muss ich mein grosses kreitz.de 3.0 Projekt wohl noch etwas aufschieben aber als Uebergangsloesung habe ich auf der Basis von Grid Focus (Derek Punsalan) und einigen Elementen von Subtraction dieses neue Layout erstellt. Es kommt meiner Vorliebe fuer Minimalismus schon mal wesentlich naeher als das alte Template und soll als Basis fuer zukuenftige Versionen dienen.

Nachtrag zur Heimat

Im Mai war ich wieder da, ich kann's nicht lassen. Es war wieder ein Familienfest, das mich nach Erlangen führte, in meine Heimatstadt, wenn man so will. Hier bin ich aufgewachsen und habe die meiste Zeit meines Lebens verbracht, sechs Jahre war ich alt, als ich herkam, 28 als ich Erlangen verließ, ins ferne Fürth. Wenn man so lange nicht mehr hier war, dann macht sich ein wenig Nostalgie bemerkbar und man fängt an, die Schönheit der Stadt wahrzunehmen. Ein bisschen wie ein Tourist wandert man durch die Altstadt, die Hugenottenstadt, die sich geschäftig gibt an einem Samstag morgen. Die vielen Fahrräder fallen auf und die dazugehörigen Fahrradwege, von denen es hier so viele gibt. Die riesige Fußgängerzone, die sich endlos lang erstreckt, gesäumt vom mittelständischen Einzelhandel, dem es hier noch gut zu gehen scheint. Aber auch hier schon innerstädtische Malls, die die nationalen und internationalen Ketten beherbergen.

Unsere zweite Station ist Fürth. Die Innenstadt hat viel Charme, da der Großteil der Gebäude den Krieg überlebt hat, hier wurde wenig zerbombt, sogar die Wegweiser zu den Luftschutzräumen kann man noch vielenorts erkennen. Hier habe ich sechs Jahre lang gewohnt, ziemlich zentral. Jeden Tag bin ich zu Fuß in das Büro unserer kleinen Firma gelaufen, die Michl und ich hier vor zehn Jahren gegründet haben. Das war sehr angenehm, nur 8 Minuten zur Arbeit zu gehen und kein Verkehrsmittel zu benötigen. Hier, in der Maxstrasse hatten wir unser kleines braintransfer Office aufgemacht, mit Unterstützung von Udo und Sabine' GWA.

Nach einem Tag in der fränkischen Schweiz zeige ich Jamie dann noch das wunderschöne Nürnberg, mit der Vespa geht's hoch zur Burg und zu Fuß hinunter, über den Albrecht Dürer Platz, den Hauptmarkt und durch die Fußgängerzone, über die vielen kleinen Brücken, die die beiden Pegnitzufer miteinander verbinden. Ach ja, mein Nürnberg ist so schön, da kann ich meinen Studienkollegen verstehen, der hierher zurückgekehrt ist aus Zürich, weil die Noris für ihn der schönste Fleck der Welt ist.

Neben der fränkischen Metropolregion habe ich auch noch einen Abstecher nach Berlin gemacht. Obwohl ich hier nur selten bin, ist die Faszination jedes mal enorm. Berlin ist überwältigend, hier scheint man Geschichte auf jeden Schritt zu spüren, Altes und Neues lebt in einzigartiger Symbiose zusammen, so wie es eben nur in Berlin funktioniert. Kein Wunder, dass Berlin gerade in New York die angesagteste Stadt der Welt ist. Die einzige echte Alternative, in vielerlei Hinsicht. Vielleicht weil Berlin auch nicht schick ist und nicht nur mit Glanz und Glamour punktet, wie andere Metropole, sondern durch lebens- und liebenswerte Verkommenheit, das Abgefuckte, das ist letztlich das, was eine Stadt hip macht.

Auf dem Rückflug wählt der Pilot die Route über Long Island, man erkennt die großen Anwesen, die Pools und Golfplätze, den kilometerlangen Strand. Bei Coney Island zieht die Maschine nach links ab, um nach einer langen Kurve die Küstenlienie wieder zu überqueren und zur Landung anzusetzen. Beim Touchdown denke ich: "Schön wieder zuhause zu sein".

Auf ein Neues…

Der geneigte Leser hat es sicher bemerkt, der Autor hatte im Monat Dezember nicht die rechte Muse etwas zu Papier zu bringen. Warum und warum eigentlich "auf Papier" und warum spricht er jetzt in der dritten Person von sich selbst, fragt er sich obendrein (also der geneigt Leser, nicht der Autor)? Um es kurz zu fassen: der Dezember war ein arbeitsreicher Monat. Nicht nur hatten wir bei braintransfer, blank, mosseri (Arbeitstitel) alle Hände voll zu tun, der Dezember ist auch eine ergiebige Quelle für Freizeitstress. Jeder möchte, dass du mit ihm, ihr oder ihnen das Jahr ausklingen lässt, was sehr nett ist aber eben auch anstrengend. Und mitunter schlecht für die Leber und die schlanke Linie. Dann ist da noch das schlechte Gewissen, was einen ständig begleitet, dass man ja immer noch nicht alle Geschenke hat. Dieses Gefühl wird man dann meist auch erst am Tag vor Weihnachten los, dann stellt sich mit einem Schlag eine unglaubliche Ruhe ein und man denkt man könne das erste mal seit Wochen wieder richtig durchatmen.

Über die Feiertage war ich im sonnigen Süden, in Tennessee und Georgia und da bin ich auch irgendwie nie zum Schreiben gekommen. Aber jetzt in 2008 wird alles besser. Auch wenn ich sogenannte "gute Vorsätze" kategorisch ablehne, weil sie ja eh nie funktionieren, habe ich mir vorgenommen wieder mehr zu schreiben und hier zum Besten zu geben. 

In diesem Sinne: allen Lesern wünsche ich ein erfolgreiches, glückliches und gesundes Neues Jahr, dass Träume wahr werden, nichts Schlimmes passiert und 2008 endlich das beste Jahr aller Zeiten wird. Prost!

Schnee, der auf Strassen fällt

Heute Nacht gab’s den ersten Schnee. Als ich morgens Milch holen ging, stapfte ich durch ergiebige zwei bis drei Zentimeter Neuschnee. Schon im Bett konnte man es erahnen: draußen erklang das dumpfe Schruppen vom Schieben der Schneeschaufeln, viel zu früh für meinen Geschmack. Jetzt ist es unabwendbar, die Zeit des Vespafahrens ist endgültig vorbei, die dicken Jacken können wieder ausgepackt werden, es darf wieder gefroren werden.

(M)eine Geschichte vom iPod

first gen iPod

Wer mich kennt, weiß, ich fange gerne von vorne an. Also, früher, ganz früher, da war der Walkman. Dann folgten andere unglaublich analoge Gerätschaften und schließlich kamen MP3 Player auf den Markt, ich hatte zum Beispiel einen in einem Handy eingebaut. Das Tolle war, man konnte seine Musik jetzt überall mit hin nehmen und die Dinger waren recht klein. Doof nur, dass einem 100 Lieder bald nicht mehr reichten aber Speicher teuer war. Da kam Apple an, im Oktober 2001 und brachte den iPod raus. Endlich, Speicher ohne Ende dachten wir. Als Marco, ein kühner First Mover (wenn es von Apple ist) den ersten iPod hatte, waren wir baff aber schmunzelten auch ein wenig und dachten, Mensch, 5 Gigabyte, so viel Platz braucht man nie.3rd gen iPod

Bald wurden Speicherkapazitäten immer grösser und irgendwann, bei einem USA Besuch im Sommer 2003 hat es mich dann auch erwischt und ich schlug zu: ein schöner weißer iPod der dritten Generation, 15 Gigabyte und alles wird gut. Das schöne Stück hat auch recht lange gehalten, aber als meine iTunes Bibliothek dann 20 Gigs erreichte, wollte ich auch mehr. So trug ich wieder rund 300 Dollar zu Apple und erstand einen Video iPod der fünften Generation mit 30 Gig Speicher. Jetzt konnte ich auch Videos gucken und Fotos, und Brick in Farbe spielen.

Video iPodBislang war es immer einfach sich zu entscheiden, denn so ein iPod Nano oder Shuffle war einfach zu klein, man musste einfach einen großen haben! Aber jetzt hat Apple dummerweise gleich 4 Produktlinien und dazu auch noch zwei echt interessante. Der iPod Classic ist quasi das, was man bislang unter dem iPod verstanden hat, nur nicht mehr in Weiß, dafür in Groß (was den Speicher angeht). Mit 160 Gigabyte kann kommt man wohl doch eine Weile.

iPod TouchDer andere – der iPod Touch – ist quasi ein iPhone ohne das Phone aber dafür mit Webbrowser und WiFi, so dass man überall wo es drahtloses Internet gibt schön surfen kann. Nachteil: die Dinger haben keine Festplatten und daher nur 8 bzw. 16 GB Speicher (wobei letzteres schon ok geht, wenn man sich ein wenig zusammenreißt). Naja, und für 100 Dollar mehr bekommt man dann eine Telefon dazu, auch nicht schlecht. Soll ich also auf das 16 GB iPhone warten? Vermutlich…

 

In der Heimat

Vor New York fühlte ich mich in Erlangen, Fürth und Nürnberg heimisch (in dieser Reihenfolge). Aber meine “echte” Heimat ist ein kleines Dorf zwischen Göttingen und Hannover (ok, stark vereinfacht), das auf den Namen Gillersheim hört und in dem ich meine ersten sechs Lebensjahre verbrachte. Nach dem Umzug nach Erlangen fuhr ich in meinen Ferien immer zu meiner Oma und freute mich immer sehr, wenn wir mit dem Auto den letzten Hügel überquerten und ich die ersten Häuser des Dorfes sah. KindheitshausManchmal fuhr ich auch entlang der Zonengrenze mit dem Zug nach Northeim und wurde dort abgeholt. Heute bin ich nicht mehr oft hier und so war es schön, anläßlich eines großen Familienfestes alle einmal wieder zu sehen. Es singt der ChorMeine Cousins hatte ich lange nicht gesehen, einen sogar 17 Jahre lang nicht. Wir hatten einiges an Catching-up zu erledigen und feierten feste im einzigen Wirtshaus des Ortes, das auch nur noch anlässlich von Feierlichkeiten öffnet. Es hat mich sehr gefreut, alle wieder zu sehen und komme gerne wieder, nächstes Jahr.

Tip your hat, Kowalski

Ein weiterer Schritt zur Amerikanisierung ist vollzogen: ich habe mein erstes Baseballspiel besucht. Im Gegensatz zu Bennie habe ich mich auch nicht wirklich gelangweilt, obwohl man natürlich gestehen muss, dass sich so ein Spiel schon zieht. Dreieinhalb Stunden in diesem Fall. Aber wir haben's uns richtig schön gemütlich gemacht, mit Hotdogs, Peanuts und Bier. Eigentlich ist das ganz witzig und kann auch sehr mitreißend sein, wenn auch die zahlreichen etwas ruhigeren Sequenzen Zeit genug ließen für andere Aktivitäten. Jedenfalls haben die Braves aus Atlanta gegen die Mets aus NY gespielt und gewonnen. Das hat den Fans natürlich nicht so toll gefallen und Kowalski, Chef-Anfeuerer in unserem Block war ganz in seinem Element und zum Schluß heiser. Naja, das war bestimmt nicht das letzte Spiel für ihn und für mich vermutlich auch nicht.

Gesucht – Wanted

Der Flüchtige, Benjamin Z., ca. Mitte bis Ende 20, ist am Dienstagvormittag aus seiner Zelle in Gostenhof/ Nürnberg ausgebrochen. Zeugen haben beobachtet, wie er ein Flugzeug am Nürnberger Flughafen bestiegen hat. Die letzte bekannte Aufnahme (Abbildung hier) stammt von einer Überwachungskamera der New Yorker Verkehrsbetriebe (MTA) in Brooklyn. Z. wurde in der Vergangenheit im Kreise der konspirativen Treffen der Kommune 2 gesichtet und es wird angenommen, dass er mit dem ebenfalls flüchtigen Olaf K. kollaboriert. Herr Z. trägt einen schwarzen Kapuzenpullover, eine natogrüne Jacke, Jeans und schwarze Turnschuhe der Marke Adidas. Für sachdienliche Hinweise, die zu seiner Verhaftung führen, hat das Landeskriminalamt eine Belohnung von €12 ausgesetzt. Interpol ist bereit alarmiert. Vorsicht, der Gebrauch von Schusswaffen ist nicht ausgeschlossen.

Miami Vice

Drei Tage Miami, das ist mein erster Besuch Floridas. Geschwind das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und einen neuen Kunden besucht, halb Honeymoon, halb Homepage hacken quasi. Mein Client hat uns dann auch noch ein Haus zur Verfügung gestellt, in dem wir drei wundervolle Tage verbracht haben. Von dort brachte uns unser weißer Jeep dann ein paar Mal nach South Beach, das mit allen Klischees aufwartet aber viel weniger Disney ist als ich immer dachte. Viel Art Deco, viele Palmen, viel weißer Sand, viel Sonne. Das kann man schon ganz gut aushalten, ein paar Tage. Die Strände sind wunderschön, das Wetter, das Wasser warm. Ein anderes Leben als das in New York. Vielleicht leichter, aber wohl eher wie Urlaub: nach drei Tagen möchte man wieder weiterziehen. Später im Flieger auf der Rückreise schau’ ich zurück und vor und freue mich. New York, we miss you.

Proud of my friends

Saturday I threw a birthday party at my place. Many of my friends came over. Some of them I have been knowing for a long time, my best friend from Germany lives here, friends I met in Ohio and in New York almost 12 years ago when I first moved here. Fairly new friends and even brand new ones. We had a great time, a wonderful night it was. I am so proud to have these friends. I love you all.

About me

Welcome to kreitz.de, a personal weblog edited by Olaf Kreitz since 2005. kreitz.de covers some of the notable things I come across in New York, online or elsewhere in the world, small and big adventures, my 5 cents on movies, music, art, food and stuff I like. More here.

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