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Des Umzugs Freuden und Leiden

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Das Packen war dieses mal nicht so schlimm, aber Umziehen ist irgendwie nicht meins. Klar, nach sechs Jahren mal die Wohnung ausmisten tut schon ganz gut, da entdeckt man so einiges, was wirklich sinnlos vor sich hin oxidiert, anderes, was man zwischendurch hätte brauchen können, von dem man aber nicht mehr gewusst hat, dass es existiert. Das Umziehen in Amerika hat ansonsten so seine Vorteile. Weder muss man die Wohnung beim Verlassen streichen noch muss man schwere Küchengeräte schleppen – alles gehört in die und zur Wohnung. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine Umzugsfirma beauftragt, bin mal gespannt, wie das wird.

Zu den Freuden gehört natürlich die neue Wohnung. Mehrere Jahre habe ich nach etwas mit “usable outdoor space” gesucht und endlich, vor ca 3 Wochen, wurden wir fündig. In einem neuen, wirklich netten Condo Building haben wir eines der letzten Penthouse Apartments ergattert. Eine 3-Zimmer Wohnung mit 2 Bädern, offener Küche zum Wohnzimmer und riesiger Terrasse. Es gibt alles, was man sich erdenken kann in dem Gebäude, zum Beispiel eine Lounge mit Billard und Tischfußball, Wii und TV, einen Businesscenter mit iMacs, ein Fitnesscenter und eine Sauna. Die Wohnung hat einen Waschmaschinenanschluss, was zum größten Luxus New Yorker Wohnungen zählt. Nur die Waschmaschine müssen wir noch kaufen.

Was die Location angeht, mussten wir natürlich Abstriche machen und um weitere ein bis zwei U-Bahnstationen tiefer nach Brooklyn gehen. Die Straße erschien aber recht belebt und sicher, auch gibt es einen Supermarkt gegenüber und einige kleine, karibische Imbisse auf dem Weg. Wir werden sehen und berichten, wie es so ist im Süden von Crown Heights.

Von Erdbeben und Hurrikans

Irene killed this tree
Das gibt es selten, dass man innerhalb einer Woche sowohl von einem Erdbeben als auch einem Hurrikan heimgesucht wird. Gerade wenn es sich, wie in meinem Fall, um das erste Erdbeben und den ersten Hurrikan handelt, ist man natürlich gespannt wie ein Flitzebogen. Nun wusste ich vom Erdbeben natürlich im Voraus nichts, so was kann man ja nicht tagelang via Satellit beobachten. Dumm war nur, dass ich von dem Erdbeben über Twitter und Facebook erfuhr, nicht aber, weil ich durchgeschüttelt worden wäre. Komischerweise war weder mein Büro noch das Café, in dem ich Mittag aß betroffen, 10 Blocks weiter südlich jedoch wurden ganze Gebäude evakuiert. Insgesamt gab es aber keine Opfer zu beklagen und der Sachschaden hielt sich auch in Grenzen.

Da war der Hurrikan schon ein größerer Spaß. Nicht nur konnte man tagelang mit Hilfe unzähliger Webseiten mitfiebern, in welche Richtung der Sturm ausschlagen würde, auch die ganzen Vorbereitungen in New York waren spannend. Gegen Ende der Woche, als klar war, dass Irene ihren Kurs auf die Stadt halten würde, begann die Stadtverwaltung mit den nötigen Maßnahmen. Bürgermeister Bloomberg trat mehrmals täglich vor die Kamera und briefte die Bevölkerung. Es gab das volle Programm: Bewohner niedrig gelegener Gebiete der sogenannten Zone A wurde aufgefordert ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen und bei Freunden unterzukommen. Für Personen, denen dies nicht möglich sein sollte, wurden Schutzräume eingerichtet, in denen man Unterschlupf finden konnte. Die MTA, also die New Yorker Verkehrsbetriebe, gaben gekannt, dass sie zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt den Betrieb aller öffentlichen Verkehrsmittel komplett einstellen würden. Für diesen Vorgang, so wurde geschätzt, bräuchte man mindestens 8 Stunden und vermutlich noch mehr zur Wiederaufnahme, da dann noch der Zustand der Schienen kontrolliert werden müsse.

Am Freitag ging der Wahnsinn dann langsam los. Nachdem wir am Vortag nicht mehr einkaufen waren, packte mich der Gruppenzwang und zog mich in Richtung Supermarkt. Der örtliche Trader Joe’s (gehört Aldi) war propevoll, schon mittags waren bestimmte Warengruppen komplett ausverkauft (vor Allem Wasser). Ich dachte ich bin besonders schlau und verschob meinen Einkauf auf den Nachmittag, wenn alle noch im Büro sind. Falsch gedacht. Die Situation wurde nicht mehr besser, um 4 Uhr stand die Schlange schon 2 Blocks lang vor dem Eingang, geschätzte 2 Stunden vom Schlangenende bis zur Kasse. Jamie hatte im Fine Fare in Harlem mehr Glück und ergatterte noch ein paar Flaschen Wasser, Obst und Gemüse. Am Samstagmorgen erklärte Bloomberg dann die Pflichtevakuierung der Zone A und wir den Pflichteinkauf einiger weiterer Lebensmittel. Nachdem es mittlerweile schon ganz nett regnete, beschlossen wir unseren Einkauf auf den naheliegenden Supermarkt die Straße runter zu beschränken. Dort angekommen, stießen wir auf einen durchaus gut gefüllten Laden, sowohl was die Einkaufenden als auch das Einzukaufende anging. Trotz der anstürmenden Massen waren die Regale voll und mit Ausnahme von stillem Wasser gab es von allem genug. Wir deckten uns mit Fisch, Fleisch und mehr Gemüse ein, genug um 3 Tage lang 3 Mahlzeiten am Tag kochen zu können. Sicher ist sicher, lautete die Devise – ohne U-Bahn ist die Versorgungslage der Restaurants ja zumindest eingeschränkt, das galt es in den Versorgungsplan miteinzukalkulieren. Insgesamt muss man sagen, dass die Stimmung ziemlich gut war, alle waren gut drauf und schienen eher hilfsbereit und nachsichtig zu sein als genervt.

Der Samstag verlief dann auch eher harmlos. Der Regen nahm mal zu, mal ab, der Wind wurde gegen Abend etwas heftiger. Kurz nach acht beschlossen wir noch spontan in eine naheliegende Cocktailbar zu gehen. Dort waren wir die ersten und wurden herzlich begrüßt. Im Laufe des Abends kamen dann aber doch noch einige Gäste um gemeinsam die Ankunft von Irene zu begießen. Draußen wurden Wind und Regen immer heftiger. Als wir gegen halb elf die zwei Blöcke heim liefen, konnte man den Schirm noch gut halten, die Straßen waren allerdings schon ganz gut voll gelaufen.

Nachts hörte man nicht viel von Irene, das leise Surren der Klimaanlage übertönte etwaige Sturmgeräusche. Am Morgen war ich dann sehr gespannt, ich hatte mir ein wenig Sorgen um das Motorrad gemacht, das ich etwas näher an der Hauswand geparkt hatte als sonst. Zum Glück eigentlich, aber wie ich schnell auf Facebook bemerkte, wohl eher zur allgemeinen Enttäuschung hinterließ der Hurrikan kaum Spuren. Sicher, in den ufernahen Gebieten gab es einiges an Hochwasser und überall in der Stadt schienen mehr oder minder große Teile von Bäumen gerissen worden sein. Aber das große Desaster schien ausgeblieben zu sein. Keine Opfer zu beklagen, deutlich weniger Verbrechen, als in einer durchschnittlichen Samstagnacht, außer ein paar abgeknickten Ästen und Hochwasser schien alles in Ordnung. So war der Mayor bei seinem Briefing auch eher happy und nahm Kritik, das man übervorsichtig gewesen sei ziemlich gelassen. Ich kann Bloomberg da nur beipflichten: hinterher ist man immer schlauer aber niemand konnte wissen, dass sich der Hurrikan so stark abschwächen würde. Die Vorsichtsmaßnahmen waren alle angebracht und am Ende gilt, better safe than sorry. Die Hauptsache ist, dass niemand zu Schaden gekommen ist in NY.

Am Sonntagnachmittag haben wir dann die Nachbarschaft erkundet um uns ein Bild vom Zustand der “Verwüstung” machen zu können. Ähnlich wie den Medien zu entnehmen war, fanden wir einige große Äste im Park, sogar ein paar komplett umgekippte Bäume. An Gebäuden konnten wir keine Schäden erkennen. Das eigenartigste am Ganzen Post-Hurrikan New York waren die vielen geschlossenen Geschäfte. Normalerweise ist der Sonntag ein ziemlich geschäftiger Tag, den viele zum Shoppen nutzen. Mangels öffentlicher Nahverkehrsmittel blieben heute die meisten Geschäfte allerdings geschlossen. Das war schon ein wenig ungewöhnlich.

Jetzt ist der Sonntag gerade vorbei und laut MTA laufen die U-Bahnen am Morgen wieder. Vermutlich nehmen wir sicherheitshalber und ausnahmsweise mal die Bonnie zur Arbeit aber ansonsten nehme ich mal an, dass im Laufe des Montags wieder alles seinen gewohnten Gang nimmt in der Stadt, die allem trotzt, egal was kommt, auch wenn’s mal nicht so schlimm kommt, wie alle gedacht haben.

Beachtown NYC

New York liegt am Meer. Davon hat man die längste Zeit nicht viel gemerkt, war doch der Zugang zum Wasser eher verbaut als zugänglich. Städteplaner hatten wohl keinen großen Nutzen darin gesehen, Ufer attraktiv zu gestalten. Das hat sich in den letzten Jahren massiv geändert: mehr und mehr ufernahe Parks entstehen, ebenso wie andere Wasserattraktionen, von schwimmenden Pools im East River bis hin zum Kajakverleih im Hudson River (streng genommen handelt es sich hierbei noch nicht um das Meer aber fast). Neulich erst wieder wurde ein neuer Park im Süden Manhattans eröffnet, der East River Waterfront Esplanade (Jamies Projekt). Eine der vielen kleinen Attraktionen ist hier, dass ein paar Stufen bis hinunter ans Wasser gehen und man so bei Flut durch den leichten Wellengang waten kann.

Fort Tilden BeachAber das tollste an einer Stadt am Meer ist ein echter Strand. New York hat ein paar davon, ziemlich berühmte, wie Coney Island und weniger bekannte, wie Fort Tilden, meinem Lieblingsstrand. Dorthin gelangt man mit dem Motorrad vom Eastern Parkway aus in einer guten halben Stunde, im Notfall auch mit U-Bahn und Bus, das dauert dann aber länger. Der Strand ist Teil des Fort Tilden National Parks, wie der Name schon sagt also ein Nationalpark, hier gibt es Ranger, die nach dem Rechten sehen, keine NYPD. Daher ist vermeintlich etwas mehr erlaubt (rauchen, alkoholische Getränke) und geduldet (sportrauchen, oben ohne), als anderswo. Tatsächlich habe ich bislang weder Bademeister noch Ranger am Strand gesehen, letztere passen aber mittlerweile auf, dass man sein Auto nicht mehr im Park parkt. Ansonsten ist hier alles naturbelassen und etwas wilder als an den überorganisierten Long Island Beaches, was ich ganz schön finde. Das Wasser ist mittlerweile, Mitte Juli, auch schon so warm (oder besser unkalt), dass man sich für ein paar Minuten in die Wellen stürzen kann. Leider kommt der mobile Getränkestand selten vorbei und so muss man entweder vor den Park zum Tacobus oder bis hinter zum bewirtschafteten Jacob Riis Park laufen, um sich versorgen zu können, falls man mal wieder vergessen hat, ausreichend Proviant eingepackt zu haben.

 

Fight for your right: 25 Jahre Beastie Boys

Vor 25 Jahren erschien License to Ill, das Debutalbum der Beastie Boys. Neulich habe ich die gesamte Geschichte der Band im New York Magazine gelesen, was meine Bewunderung der 3 Jungs bestätigt hat. Wie sie aus dem Nichts eine bis dahin black dominated Musikdomäne erobert haben ist unglaublich. Zu Zeiten, zu denen Harlem noch gefährlicher war als der Hindukusch, traten die Beastie Boys im Apollo Theater auf und tourten mit Run DMC durch den Süden.

DMC: For the first couple of days of the tour, the towns we were playing were in Alabama, Florida, Tennessee—this was the black South. We expected to hear boos, so we were reluctant to be on the side of the stage, to see them get disappointed. But then from the dressing room, we’d hear “Yeaaaaaah! Yeaaahhh!” It was the black audience, praising these dudes. The reason they were so good: It wasn’t white punk rockers trying to be black emcees. They wasn’t talking about gold chains or Cadillacs. They were white rappers rapping about what they did. Real recognize real.

Jetzt, zum 25ten Jubiläum haben sie ein Video ins Netz gestellt, was man sich unbedingt ansehen muss. Es schliesst quasi an das Video Fight for your right an. Ich weiss nicht wie sie das geschaft haben, aber so ziemlich jeder Schauspieler, der zu Zeit im Kino zu sehen ist, spielt hier mit, seht selbst:

Hier ist mal wieder richtig Sommer

Im Gegensatz zu anderen Gegenden, kann man sich in New York, was den Sommer angeht, im Allgemeinen nicht beschweren. Hier wird es im Zweifelsfall eher zu heiß und zu trocken, aber dem Namen “Sommer” wird die Jahreszeit immer gerecht. Komplett verregnete Julis und Heizung an im Juni gibt’s hier nicht (hier würde die Heizung im Juni ja erst gar nicht angehen, weil ja Sommer ist, von Memorial Day bis Labor Day).

So ist es auch dieses Jahr schön heiß. Mitunter mal eine ganze Woche lang um die 100 Grad Fahrenheit, was in etwa der Körpertemperatur des Menschen entspricht, wenn dieser Fieber hat (normale Körpertemperatur ist so zwischen 96F und 98F). Grundsätzlich wird das Wetter nur schlecht, wenn wir Campen gehen oder wenn es echt gute Open Air Veranstaltungen in der Stadt gibt. Reisenden kann ich gerne Tips geben, die es ermöglichen sollten, solche Termine zu umschiffen.

Einmal haben wir es geschafft, kurz an den Strand zu fahren, da waren wir spontan, so dass sich das Wetter nicht schnell genug darauf einstellen konnte. Also sind wir die Flatbush runter ans Meer gefahren, genauer gesagt zum Fort Tilden State Park. Der Strand dort ist recht nett, weniger überlaufen, als die anderen Stadtstrände und außerdem ein State Park, also außerhalb der Kontrolle der NYPD. Somit wird der Genuss von Alkohol und anderer Substanzen geduldet und Bekleidungsregeln werden etwas freizügiger gehandhabt. Nicht das uns das zugute gekommen wäre, aber angenehm zu sehen, dass so was möglich ist, in New York, wo man ja zum Teil nicht mal ein Bierchen vor seiner eigenen Haustür trinken darf.

Das Wasser ist heuer irgendwie wärmer oder ich bin nicht ganz so empfindlich wie sonst, auf jeden Fall war ich für meine Verhältnisse lange im Wasser. Leider hatten wir nicht so richtig super geplant und nachdem es dort weder Klos noch irgendwelche Stände gibt, waren wir nach zwei Stunden mit unseren Vorräten durch und haben uns wieder nach Hause gemacht. Fort Tilden gehört auf alle Fälle ab jetzt zu meinen Lieblingsstränden, nächstes mal muss man halt mehr mitbringen, dann hält man’s auch länger aus.

Kleine Brote backen

Vor einiger Zeit hat sich Sidney, mein Freund und Partner bei SUPERMETRIC mit dem Brotvirus angesteckt. Nachdem er das Buch von Jim Lahey (von der Sullivan Street Bakery) in die Finger bekommen hatte, in dem dieser seine knetfreie Brotbackmethode vorstellt, ist er zum Hobbybäcker geworden. Zu meinem Geburtstag habe ich dann selbiges Buch bekommen und letztes Wochenende mein erstes Rustic Italian Bread gebacken.

Die Methode ist wirklich ganz einfach: man muss nur Wasser, Mehl, Hefe und Salz miteinander vermengen, 18 Stunden warten, kurz falten, nochmal eine Stunde warten und dann backen. Als Ofen im Ofen dient ein gußeiserner Topf (LeCreuset oder Lodge). Das Ergebnis ist grandios, ein wirlich leckeres italienisches Landbrot, hell und luftig innen und knusprig außen. Man kann natürlich auch Vollkornmehl verwenden, um das Ganze dunkler und fester zu machen. Oder Oliven, Speck und Zwiebeln dazu geben. Irgendwas davon probiere ich das nächste mal aus, in meiner Backstube.

STACKD unterstützen macht Spaß

Behaupte ich jetzt einfach mal. Was ist STACKD, fragt ihr euch?

STACKD ist ein kleines Projekt, das meine Kollegen und ich von SUPERMETRIC letztes Jahr aus dem Boden gestammpft haben. Seither berichteten einige schlaue Leute darüber, auf diversen Blogs, und so haben wir gelernt, dass STACKD ein hyperlokales Netzwerk ist. Ursprünglich war die Idee, eine Plattform zu schaffen, die die Kommunikation innerhalb von Bürogebäuden ermöglicht. Wir waren selbst erst in ein 20-stöckiges Bürogebäude gezogen und fühlten irgendwie, dass man mehr mit anderen im Haus ins Gespräch kommen sollte – geschäftlich oder auf ein Bier. So haben wir STACKD ins Leben gerufen, eine Online-Plattform, die hilft, Menschen die im gleichen Gebäude arbeiten zusammenzubringen.

Neulich haben wir uns bei Pepsi Refresh Everything beworben, einer Initiative, bei der Pepsi monatlich 1,3 Millionen Dollar in Projekte verschiedener Kategorien investiert. Wir haben uns im Themengebiet “Neighborhood” plaziert, für ein Preisgeld von $50.000 Dollar, das die Top 10 jeder Kategorie bekommen. Seit heute 18 Uhr sind wir live und kreitz.de bittet alle Leser für STACKD abzustimmen und uns zu unterstützen, über das Widget hier unten. Schon mal vielen Dank, und wer Fragen hat oder andere Anregungen loswerden will, einfach hier einen Kommentar hinterlassen.

Nachgekocht: Fried Rice Rezept vom Sternekoch

Neulich sah ich im Fernsehen einem New York Times Journalisten und Hobbykoch beim Nachkochen eines Fried Rice Gerichtes zu. Er selbst hatte es in einem Restaurant von Jean-Georges Vongerichten in New York gegessen, zum Brunch. Nicht wissend, dass das Rezept auf der NY Times Website zu finden sein würde (einschließlich Video), hatte ich mir das Rezept versucht einzuprägen. Heute habe ich es nachgekocht, zugegebenermaßen habe ich doch noch schnell gegoogelt und bin auch fündig geworden. Weil ich aber nicht alles genauso da hatte, gibt’s das Rezept in meiner abgeänderten Version.

Zutaten:

  • Öl (üppig den Pfannenboden bedenkend, Erdnußöl, etwas Sesamöl)
  • gehäufter Esslöffel feingehackter Knoblauch
  • gehäufter Esslöffel feingehackter Ingwer
  • 1 Cup feingehacktes Lauch
  • 2 Cup gekochter Reis vom Vortag
  • 2 große Bioeier
  • Salz
  • Zewa

Zubereitung:

  1. Das Öl in die Pfanne geben. Ich habe normales Olivenöl verwendet, laut Rezept sollte man aber Erdnußöl oder Entenfett verwenden. Ein wenig (max. ein Esslöffel) Sesamöl dazugeben.
  2. Knoblauch und frischen Ingwer hinzugeben. Beides wenige Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun fritieren. Vorsichtig abschöpfen und auf ein Zewa zum trocknen geben.
  3. Im gleichen Öl den Lauch weich braten, ca. 10 Min. bei mittlerer Hitze. Gegen Ende etwas salzen und darauf achten, dass das Lauch nicht braun wird.
  4. Hitze hochschalten und den Reis dazugeben. Schön knusprig braten, oft wenden. Gegen Ende mit Salz abschmecken.
  5. Reis auf Tellern anrichten und in der Pfanne 2 Eier braten. Die Eier sind richtig, wenn das Eiweiß fest ist, der Rand braun-knusprig und das Eigelb noch weich.
  6. Eier auf dem Reis anrichten und mit dem fritierten Ingwer-Knoblauch besprenkeln.
  7. Essen

Was mir gut gefallen hat, ist der leichte Geschmack, bei dem alle Zutaten noch gut rauszuschmecken sind. Vor Allem der fritierte Ingwer ist klasse, und das zerlaufende Eigelb, dass sich über dem Reis verteilt. Sehr lecker.

Loving Ramen in New York

My passion for Japanese food took a while to develop. It started with yakitori, little skewers, I first ate on Bleecker Street. Back then (in 1995), I was not brave enough to try sushi (raw fish didn’t really appeal to me). But shortly thereafter I did and sushi became one of my favorite foods of all time. Back in Germany there were not a lot of options: bento boxes with sushi, sashimi and maki, some salmon teriyaki, that was pretty much it. My only early Japanese soup experience I had at Wagamama in London but I don’t really remember what I usually ate there.
After I moved to New York, Japanese food has become a central element of my diet. Lately, after our nabeyaki udon phase we got into ramen more and more. In fact, we have been eating ramen so often that we started a blog about it. Check out ramenized.com for some serious ramen reviews and related stories – guten Appetit!

(K)ein Sommer in New York

Es war ein Trauerspiel mit dem Sommer in New York, bislang. Schön, superheisse 35°-im-Schatten-Tage mit 96% Luftfeuchtigkeit blieben bislang aus und die Stromrechnungen halten sich noch auf Winterniveau, ein paar Vorteile hat das Ganze also. Aber so richtig Sommerfeeling kommt erst langsam auf, eigentlich erst Anfang Juli, sehr ungewöhnlich. Trotzdem gibt es schon ein paar schöne Dinge zu berichten.

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IMG_0464Vor einigen Wochen hatte ich spontan Lust auf einen Ausflug zur Ikea. Weil ich in Manhattan war, nahm ich am Pier 11 das Water-Taxi, eine Mini-Fähre, auf der etwa 50 Leute Platz haben. Ikea bezahlt die Rechnung und so kann man ganz umsonst eine 15-minütige Bootsfahrt von der Südspitze Manhattans nach Red Hook, Brooklyn geniessen. Da kommt man dann gut gelaunt im Möbelhaus an und kauft voller Energie tolle Sachen, ein Badezimmer Teppich zum Beispiel, einen grauen, oder bunte Mülleimer, die bei der Wertstofftrennung helfen.

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Die Ikea hat ja einen tollen Park gebaut in Red Hook, direkt am Wasser, darüber schrieb ich schon letztes Jahr. In Manhattan gibt es jetzt auch einen neuen Park, der seit einigen Wochen endlich der Öffentlichkeit zugänglich ist: die Highline. Auf Stelzen getragene, ehemalige Güterbahnschienen, die sich von der 14ten Strasse bis in die 30er ziehen und New Yorks Modernisierung jahrzehntelang trotzten, wurden wiederbelebt. Jahrelang unbeachtet, wuchsen dort oben, 10 Meter über all dem Jubel und Trubel unbemerkt Unkräuter vorsichhin, bis irgendwann immer mehr Menschen auf die Highline aufmerksam wurden. Glücklicherweise wurde beschlossen diese Idylle jedem zugänglich zu machen und einige Ausschreibungen und Einreichungen später avancierte die Highline und der diese am Südende umgebende Meatpacking District zur Spielwiese moderner Architektur. Noch ist der Park nicht ganz fertig und noch ist er recht überfüllt aber schon einen Ausflug wert, der interessanten bautechnischen Details wegen oder einfach zum Entspannen, den Sonnenuntergang geniessen, mit bestem Blick über den Hudson.

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IMG_0490Ein weiterer beliebter Ausflugsort ist auch das PS 1 in Long Island City, Queens. Die umgebaute Schule ist eine Aussenstelle des MoMa und üblicherweise gibt’s dort immer ganz ausgefallene, sehr moderne Kunst von meist unbekannteren Künstlern (für mich ist fast alles Moderne unbekannt, weil meine kunstgeschichtliche Ausbildung dank gewissenhaften Lehrers leider bei Andy Warhol aufhörte und ich seither nicht die Muse fand Versäumtes nachzuholen). Wir nahmen die Bonnie und fuhren mal hin, letzten Samstag, trafen Max und warfen uns in die Menge junger Menschen, die sich das Samstagsprogramm Warm-up mit elektronischer Musik reinzogen, inklusive Bilder, Bier und Barbeque. Neben der Installation im Aussenbereich haben wir nur eine Weitere gesehen, innen war ein Pool aufgebaut, den man “begehen” konnte. Eine nur ca. 20cm dicke Wasserschicht suggerierte von oben betrachtet, dass unten im Wasser Leute stehen und wenn man den Grund des Pools betrat, fühlte man sich irgendwie von Wasser umgeben und empfand ein Stückweit die Weite und Schwerelosigkeit, die man unter Wasser zu finden glaubt.

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