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Hier ist mal wieder richtig Sommer

Im Gegensatz zu anderen Gegenden, kann man sich in New York, was den Sommer angeht, im Allgemeinen nicht beschweren. Hier wird es im Zweifelsfall eher zu heiß und zu trocken, aber dem Namen “Sommer” wird die Jahreszeit immer gerecht. Komplett verregnete Julis und Heizung an im Juni gibt’s hier nicht (hier würde die Heizung im Juni ja erst gar nicht angehen, weil ja Sommer ist, von Memorial Day bis Labor Day).

So ist es auch dieses Jahr schön heiß. Mitunter mal eine ganze Woche lang um die 100 Grad Fahrenheit, was in etwa der Körpertemperatur des Menschen entspricht, wenn dieser Fieber hat (normale Körpertemperatur ist so zwischen 96F und 98F). Grundsätzlich wird das Wetter nur schlecht, wenn wir Campen gehen oder wenn es echt gute Open Air Veranstaltungen in der Stadt gibt. Reisenden kann ich gerne Tips geben, die es ermöglichen sollten, solche Termine zu umschiffen.

Einmal haben wir es geschafft, kurz an den Strand zu fahren, da waren wir spontan, so dass sich das Wetter nicht schnell genug darauf einstellen konnte. Also sind wir die Flatbush runter ans Meer gefahren, genauer gesagt zum Fort Tilden State Park. Der Strand dort ist recht nett, weniger überlaufen, als die anderen Stadtstrände und außerdem ein State Park, also außerhalb der Kontrolle der NYPD. Somit wird der Genuss von Alkohol und anderer Substanzen geduldet und Bekleidungsregeln werden etwas freizügiger gehandhabt. Nicht das uns das zugute gekommen wäre, aber angenehm zu sehen, dass so was möglich ist, in New York, wo man ja zum Teil nicht mal ein Bierchen vor seiner eigenen Haustür trinken darf.

Das Wasser ist heuer irgendwie wärmer oder ich bin nicht ganz so empfindlich wie sonst, auf jeden Fall war ich für meine Verhältnisse lange im Wasser. Leider hatten wir nicht so richtig super geplant und nachdem es dort weder Klos noch irgendwelche Stände gibt, waren wir nach zwei Stunden mit unseren Vorräten durch und haben uns wieder nach Hause gemacht. Fort Tilden gehört auf alle Fälle ab jetzt zu meinen Lieblingsstränden, nächstes mal muss man halt mehr mitbringen, dann hält man’s auch länger aus.

Kleine Brote backen

Vor einiger Zeit hat sich Sidney, mein Freund und Partner bei SUPERMETRIC mit dem Brotvirus angesteckt. Nachdem er das Buch von Jim Lahey (von der Sullivan Street Bakery) in die Finger bekommen hatte, in dem dieser seine knetfreie Brotbackmethode vorstellt, ist er zum Hobbybäcker geworden. Zu meinem Geburtstag habe ich dann selbiges Buch bekommen und letztes Wochenende mein erstes Rustic Italian Bread gebacken.

Die Methode ist wirklich ganz einfach: man muss nur Wasser, Mehl, Hefe und Salz miteinander vermengen, 18 Stunden warten, kurz falten, nochmal eine Stunde warten und dann backen. Als Ofen im Ofen dient ein gußeiserner Topf (LeCreuset oder Lodge). Das Ergebnis ist grandios, ein wirlich leckeres italienisches Landbrot, hell und luftig innen und knusprig außen. Man kann natürlich auch Vollkornmehl verwenden, um das Ganze dunkler und fester zu machen. Oder Oliven, Speck und Zwiebeln dazu geben. Irgendwas davon probiere ich das nächste mal aus, in meiner Backstube.

STACKD unterstützen macht Spaß

Behaupte ich jetzt einfach mal. Was ist STACKD, fragt ihr euch?

STACKD ist ein kleines Projekt, das meine Kollegen und ich von SUPERMETRIC letztes Jahr aus dem Boden gestammpft haben. Seither berichteten einige schlaue Leute darüber, auf diversen Blogs, und so haben wir gelernt, dass STACKD ein hyperlokales Netzwerk ist. Ursprünglich war die Idee, eine Plattform zu schaffen, die die Kommunikation innerhalb von Bürogebäuden ermöglicht. Wir waren selbst erst in ein 20-stöckiges Bürogebäude gezogen und fühlten irgendwie, dass man mehr mit anderen im Haus ins Gespräch kommen sollte – geschäftlich oder auf ein Bier. So haben wir STACKD ins Leben gerufen, eine Online-Plattform, die hilft, Menschen die im gleichen Gebäude arbeiten zusammenzubringen.

Neulich haben wir uns bei Pepsi Refresh Everything beworben, einer Initiative, bei der Pepsi monatlich 1,3 Millionen Dollar in Projekte verschiedener Kategorien investiert. Wir haben uns im Themengebiet “Neighborhood” plaziert, für ein Preisgeld von $50.000 Dollar, das die Top 10 jeder Kategorie bekommen. Seit heute 18 Uhr sind wir live und kreitz.de bittet alle Leser für STACKD abzustimmen und uns zu unterstützen, über das Widget hier unten. Schon mal vielen Dank, und wer Fragen hat oder andere Anregungen loswerden will, einfach hier einen Kommentar hinterlassen.

Nachgekocht: Fried Rice Rezept vom Sternekoch

Neulich sah ich im Fernsehen einem New York Times Journalisten und Hobbykoch beim Nachkochen eines Fried Rice Gerichtes zu. Er selbst hatte es in einem Restaurant von Jean-Georges Vongerichten in New York gegessen, zum Brunch. Nicht wissend, dass das Rezept auf der NY Times Website zu finden sein würde (einschließlich Video), hatte ich mir das Rezept versucht einzuprägen. Heute habe ich es nachgekocht, zugegebenermaßen habe ich doch noch schnell gegoogelt und bin auch fündig geworden. Weil ich aber nicht alles genauso da hatte, gibt’s das Rezept in meiner abgeänderten Version.

Zutaten:

  • Öl (üppig den Pfannenboden bedenkend, Erdnußöl, etwas Sesamöl)
  • gehäufter Esslöffel feingehackter Knoblauch
  • gehäufter Esslöffel feingehackter Ingwer
  • 1 Cup feingehacktes Lauch
  • 2 Cup gekochter Reis vom Vortag
  • 2 große Bioeier
  • Salz
  • Zewa

Zubereitung:

  1. Das Öl in die Pfanne geben. Ich habe normales Olivenöl verwendet, laut Rezept sollte man aber Erdnußöl oder Entenfett verwenden. Ein wenig (max. ein Esslöffel) Sesamöl dazugeben.
  2. Knoblauch und frischen Ingwer hinzugeben. Beides wenige Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun fritieren. Vorsichtig abschöpfen und auf ein Zewa zum trocknen geben.
  3. Im gleichen Öl den Lauch weich braten, ca. 10 Min. bei mittlerer Hitze. Gegen Ende etwas salzen und darauf achten, dass das Lauch nicht braun wird.
  4. Hitze hochschalten und den Reis dazugeben. Schön knusprig braten, oft wenden. Gegen Ende mit Salz abschmecken.
  5. Reis auf Tellern anrichten und in der Pfanne 2 Eier braten. Die Eier sind richtig, wenn das Eiweiß fest ist, der Rand braun-knusprig und das Eigelb noch weich.
  6. Eier auf dem Reis anrichten und mit dem fritierten Ingwer-Knoblauch besprenkeln.
  7. Essen

Was mir gut gefallen hat, ist der leichte Geschmack, bei dem alle Zutaten noch gut rauszuschmecken sind. Vor Allem der fritierte Ingwer ist klasse, und das zerlaufende Eigelb, dass sich über dem Reis verteilt. Sehr lecker.

Loving Ramen in New York

My passion for Japanese food took a while to develop. It started with yakitori, little skewers, I first ate on Bleecker Street. Back then (in 1995), I was not brave enough to try sushi (raw fish didn’t really appeal to me). But shortly thereafter I did and sushi became one of my favorite foods of all time. Back in Germany there were not a lot of options: bento boxes with sushi, sashimi and maki, some salmon teriyaki, that was pretty much it. My only early Japanese soup experience I had at Wagamama in London but I don’t really remember what I usually ate there.
After I moved to New York, Japanese food has become a central element of my diet. Lately, after our nabeyaki udon phase we got into ramen more and more. In fact, we have been eating ramen so often that we started a blog about it. Check out ramenized.com for some serious ramen reviews and related stories – guten Appetit!

(K)ein Sommer in New York

Es war ein Trauerspiel mit dem Sommer in New York, bislang. Schön, superheisse 35°-im-Schatten-Tage mit 96% Luftfeuchtigkeit blieben bislang aus und die Stromrechnungen halten sich noch auf Winterniveau, ein paar Vorteile hat das Ganze also. Aber so richtig Sommerfeeling kommt erst langsam auf, eigentlich erst Anfang Juli, sehr ungewöhnlich. Trotzdem gibt es schon ein paar schöne Dinge zu berichten.

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IMG_0464Vor einigen Wochen hatte ich spontan Lust auf einen Ausflug zur Ikea. Weil ich in Manhattan war, nahm ich am Pier 11 das Water-Taxi, eine Mini-Fähre, auf der etwa 50 Leute Platz haben. Ikea bezahlt die Rechnung und so kann man ganz umsonst eine 15-minütige Bootsfahrt von der Südspitze Manhattans nach Red Hook, Brooklyn geniessen. Da kommt man dann gut gelaunt im Möbelhaus an und kauft voller Energie tolle Sachen, ein Badezimmer Teppich zum Beispiel, einen grauen, oder bunte Mülleimer, die bei der Wertstofftrennung helfen.

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Die Ikea hat ja einen tollen Park gebaut in Red Hook, direkt am Wasser, darüber schrieb ich schon letztes Jahr. In Manhattan gibt es jetzt auch einen neuen Park, der seit einigen Wochen endlich der Öffentlichkeit zugänglich ist: die Highline. Auf Stelzen getragene, ehemalige Güterbahnschienen, die sich von der 14ten Strasse bis in die 30er ziehen und New Yorks Modernisierung jahrzehntelang trotzten, wurden wiederbelebt. Jahrelang unbeachtet, wuchsen dort oben, 10 Meter über all dem Jubel und Trubel unbemerkt Unkräuter vorsichhin, bis irgendwann immer mehr Menschen auf die Highline aufmerksam wurden. Glücklicherweise wurde beschlossen diese Idylle jedem zugänglich zu machen und einige Ausschreibungen und Einreichungen später avancierte die Highline und der diese am Südende umgebende Meatpacking District zur Spielwiese moderner Architektur. Noch ist der Park nicht ganz fertig und noch ist er recht überfüllt aber schon einen Ausflug wert, der interessanten bautechnischen Details wegen oder einfach zum Entspannen, den Sonnenuntergang geniessen, mit bestem Blick über den Hudson.

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IMG_0490Ein weiterer beliebter Ausflugsort ist auch das PS 1 in Long Island City, Queens. Die umgebaute Schule ist eine Aussenstelle des MoMa und üblicherweise gibt’s dort immer ganz ausgefallene, sehr moderne Kunst von meist unbekannteren Künstlern (für mich ist fast alles Moderne unbekannt, weil meine kunstgeschichtliche Ausbildung dank gewissenhaften Lehrers leider bei Andy Warhol aufhörte und ich seither nicht die Muse fand Versäumtes nachzuholen). Wir nahmen die Bonnie und fuhren mal hin, letzten Samstag, trafen Max und warfen uns in die Menge junger Menschen, die sich das Samstagsprogramm Warm-up mit elektronischer Musik reinzogen, inklusive Bilder, Bier und Barbeque. Neben der Installation im Aussenbereich haben wir nur eine Weitere gesehen, innen war ein Pool aufgebaut, den man “begehen” konnte. Eine nur ca. 20cm dicke Wasserschicht suggerierte von oben betrachtet, dass unten im Wasser Leute stehen und wenn man den Grund des Pools betrat, fühlte man sich irgendwie von Wasser umgeben und empfand ein Stückweit die Weite und Schwerelosigkeit, die man unter Wasser zu finden glaubt.

No train till Brooklyn

franklinErstaunlich, was passiert wenn der Zug nicht kommt und die Menschen aus ihrem täglich Trott gerissen werden. Gestern kam kein Zug an der Franklin am Eastern Parkway, keine 2, keine 3 und auch keine 4/ 5. Die Polizei und Feuerwehr hatte alles abgesperrt, Gerüchte machten die Runde, es hätte sich jemand das Leben genommen. Also standen die Menschen da, am Eingang der U-Bahn, wie erstarrt, rat- und hilflos. Manchmal bewegte sich ein Grüppchen Richtung Bus, geleitet von einem mutigen Rudelführer, dahinter die Lemminge, die einfach folgten, egal wohin, nur weg von hier. Im Bus das gleich Bild: keiner schien zu wissen, wo es lang geht, welchen alternativen Zug oder Bus man nehmen könne, und wohin man überhaupt wolle. Man saß nur so da, im Bus, und hoffte insgeheim er würde einen schon ausspucken, irgendwo, am besten dort, wo man sich wieder auskenne.

Gut, dass die Linien bald wieder frei gegeben wurden, so das niemand mehr gezwungen war, sich in das Abenteuer zu stürzen, das auf einen lauert, der sich im wilden Dschungel der Stadt abseits des vertrauten Pfades bewegt.

Neulich in der Apothéke

ApothequeNeulich waren Freunde da, aus der ganzen Welt, vornehmlich der Schweiz und Nürnberg. Da mussten wir natürlich was Besonderes machen und waren zum Abschluss eines tollen Tages in der Apothéke, einer neuen Cocktail Bar in Chinatown. In der verwinkeltsten Ecke, in der Doyer Street, ganz im Eck findet man die Bar, wenn man weiss, wonach man suchen muss. Spät nachts und am Wochenende, wenn die Bar voll ist, hat man es etwas leichter, denn der Türsteher verrät, dass sich hinter der Tür mehr verbergen muss. Wir kommen früh, um 7.00 Uhr schon, da ist noch nicht viel los. Betritt man den Raum, gibt er sich innen genauso dunkel wie er es aussen vermuten lässt. Lediglich die Bar am Ende erstrahlt in einem goldgelben Licht, in dem hintergrundbeleuchtetem Regal stehen dutzende von Glasflaschen, wie man sie aus dem Chemieunterricht kennt. An der Theke tummeln sich mittlerweile einige Frühtrinker, manche, so scheint es haben sich schon durch das halbe Periodensystem getrunken. Der Apothekerstil zieht sich durch: die Mixer tragen lange weisse Roben, sie giessen aus verschiedenen Flaschen Mixturen zusammen, in Bechergläser, die sie dann anzünden und brennend auf wiederum andere Glasbehältnisse verteilen. Interessant anzuschauen, auch sehr lecker, allerdings kostet das Spektakel $15 pro Signature Drink, die Menge standesgemäss eher homöopathisch. Trotzdem mal ein Ausflug nach Chinatown wert, vielleicht für ein Date?

Saisonstart

Wir fahren wieder, auf dem Zweirad, dem motorgetriebenen, versteht sich. Die schöne Bonnie ist wieder auf der Strasse, wir haben sie am Samstag von der Tante Katie abgeholt, da durfte sie den Winter über stehen (danke, Tante Katie und Marco, für’s vermitteln). Jetzt muss sie nur noch geputzt werden und dann steht ihr nichts mehr im Weg, der 2009er Sommer-Draussen-sein-Motorradfahren-und-so Saison. Wir melden uns wieder wenn’s wärmer wird…

First we took Berlin… Story of the Currywurst

wechslersOnce the most famous and commercially successful snack in Germany, Berlin-born Currywurst had to make way for its successor some years ago.  The Doener (Kebab) took over, also originated in Germany’s capitol or the true capital of Turkey how Berlin is often referred to. The mainly skeptical and generally not adventurous German loves her Mediterranean import and poor Currywurst has only been second since then. Yet, many still regard the Currywurst (and all Bratwurst derivatives for this matter) to be the only true German fast-food.

It has not been recorded in the history of New York City whether the Currywurst received its adequate celebration throughout the decades-long German dominance of immigration. But some 150 years after the East Village was know as Kleindeutschland (or Little Germany) the Queen of snacks made it back to a place full of worthy legacy and tradition. Andre Wechsler, already referred to as the Kaiser of Currwurst recently opened Wechsler’s Currywurst & Bratwurst, a small but cozy hole in the wall on 1st Ave and 7th Street. Here, the great-grandson of a German butcher puts the grilled wurst front and center, and right next to a fine  selection of German beers. The Curry sauce is freshly made by the Chef on premises and the fries are also cut from Idaho potatoes, never frozen. I must say, hands down, I have never had a better Bratwurst or Currywurst outside of Germany and even there you hardly find anything that can match this culinary experience. Now Andre is a friend and I might be biased but don’t take my word for it: Google Wechslers Currywurst and you already find numerous reviews on blogs and Yelp, nothing less than 5 stars.

Wechsler’s just started with a core offering but there is more to come. I can’t wait for German potato salad or Weisswurst mit Brezn, or maybe Drei im Weckla one day…

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Welcome to kreitz.de, a personal weblog edited by Olaf Kreitz since 2005. kreitz.de covers some of the notable things I come across in New York, online or elsewhere in the world, small and big adventures, my 5 cents on movies, music, art, food and stuff I like. More here.

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