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Weniger, aber besser: Design von Dieter Rams und Jonathan Ive

Neulich habe ich mir Objectified, eine sehr gut gemachte Dokumentation über Produktdesign angeschaut. Natürlich wurden unter vielen anderen auch Jonathan Ive, Chefdesigner von Apple und Dieter Rams, ehemals leitender “Gestalt Ingenieur” bei Braun interviewed. Dabei habe ich gelernt, dass Ive sehr von Rams inspiriert wurde:

 

When Ive talks about Rams designing “surfaces that were without apology, bold, pure, perfectly-proportioned, coherent and effortless”, he could equally be talking about the iPod. “No part appeared to be either hidden or celebrated, just perfectly considered and completely appropriate in the hierarchy of the product’s details and features. At a glance, you knew exactly what it was and exactly how to use it.”
[source: The Telegraph]

 

Im Gegenzug gerät auch Rams ins Schwärmen, wenn er über Jonathan Ive und von ihm entworfene Produkte spricht. So sagt er, dass Apple das einzige ihm gekannte Unternehmen ist, dass Design wirklich ernst nimmt und die von ihm aufgestellten Prinzipien befolgt:

 

Good design is innovative
Good design makes a product useful
Good design is aesthetic
Good design helps us to understand a product
Good design is unobtrusive
Good design is honest
Good design is durable
Good design is consequent to the last detail
Good design is concerned with the environment
Good design is as little design as possible

 

Beide haben mit ihrem Produktdesign Geschichte geschrieben. Rams Produkte stehen im MoMa und haben Generationen von Designern beeinflusst. Ive hat Produkte entworfen die nicht nur das heutige Bild von Apple ausmachen, sondern ein Stückweit Alltagskultur geworden sind. Das vermutlich innovativste Beispiel, das am meisten von den Prinzipien Rams in einem Stück vereint, war und ist der iPod. Ein aus soliden Materialien gefertigtes Produkt, mit Benutzerführung per Drehrad statt vieler Knöpfe. Nicht ohne Absicht scheint es an das “T3″ von Braun aus den späten 50er Jahren zu erinnern.

PC oder Mac?

macorpc.jpgBin ich ein Mac oder ein PC? Die Apple Werbespots fragen da auf recht witzige Weise nach etwas, das für viele mehr als nur eine Einkaufsentscheidung ist. Mac oder PC, das ist eine Frage wie, bist du Linker oder Rechter, Grüner oder in der Autofahrerpartei. Eine Lebenseinstellung ist das für viele.

Darauf hatte ich ja nie Lust, obwohl ich ganz früher Mac's auch für zu aufgesetzt hielt, PCs waren irgendwie bodenständiger. Dann hatte ich mir ein iBook gekauft, ein weißes, später zum Power Book upgegradet, ein G4, das habe ich immer noch. Im Büro gab's nur PCs, bis heute. Letztes Jahr bin ich auf die glorreiche Idee gekommen, zu Vista zu wechseln und habe mir zu diesem Zweck ein neues HP Notebook gekauft, samt Vista Business eben. Seit dem ich also das Neuste aus dem Hause Microsoft habe, bin ich so was von unzufrieden, dass ich manchmal meinen Rechner aus dem Fenster werfen könnte. Andauernd nerven Sicherheitsmeldungen und unterbrechen die ansonsten langsamen Ladevorgänge. Windows Explorer raucht regelmäßig ab und dann geht gar nichts mehr. Klar, wenn alles supi rund läuft bekommt man vielleicht immer noch etwas mehr Rechenleistung für sein Geld, aber wann passiert das schon. 

Hingegen macht mein Mac im laufenden Betrieb wenig Probleme. Obwohl die Kiste uralt ist geht alles prima. Gut, etwas langsamer zwar, aber ist ja auch nur ein G4. Leider ist die Qualität nicht mehr das was sie mal war. Eine Festplatte hat sich schon verabschiedet und eine Speicherbank hat sich neulich angeschlossen und auch den Geist aufgegeben.

So, Ubuntu hab ich auch schon probiert. Das ist wenigstens schön schnell aber wirklich nur für versierte Linuxanwender wirklich brauchbar. Wenn was nicht geht heißt es die Konsole anwerfen, und tschüss für mich, da mach nicht mehr mit.

Das Ende vom Lied: vielleicht steig ich auch um im Büro und verlasse die PC Welt ganz. Aber vielleicht wart ich auch noch a weng, vielleicht wird mit dem Service Pack ja alles besser?

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