Es ist mal wieder Zeit für’s Kino, wieder ein Film, bei dem man das Ende schon kennt, wieder muss jemand sterben, ein Held gewissermaßen. NOTORIOUS erzählt die Geschichte des Christopher George Latore Wallace, später Biggie Smalls oder Notorious B.I.G., einem der größten Rapper aller Zeiten, für diejenigen, die ihn nicht kennen. Wallace musste sterben, weil East Coast Rap und West Coast Rap einem sinnlosen Battle erlegen waren, dem auch Tupac Shakur zum Opfer fiel (einem ehemaligen Freund BIG’s).
Seine Karriere, vom drogenhandelnden Teenager zum Superstar, wird aus seiner und der Sicht Puff Daddy’s erzählt, der ihn früh entdeckt und aufgebaut hatte. Alles insgesamt sehr heroisch dargestellt, ausser Biggie’s Hang zur Polygamie und den Drogengeschichten („Ich war jung und brauchte das Geld“), bekommt man nicht den Eindruck es hier mit einem knallharten Typen zu tun gehabt zu haben. Das Ende ist traurig, Notorious B.I.G. wird nach seiner Comeback-Album-Release-Party in LA erschossen. Seine Mutter, eine wichtige Person in seinem Leben, bringt ihn ein letztes mal aufgebahrt auf einem Pick-up in seine Heimat, nach Downtown Brooklyn, wo ihm zehntausende das letzte Geleit leisten. Die dokumentarisch dargestellten Szenen sind beeindruckend und zeigen, das B.I.G. hier ein echter Held war.
Obwohl ich ja nicht der grösste Tom Cruise Fan auf der Welt bin (wegen Scientology und so) fand ich Valkyrie ganz gut. Cruise selber zieht während des gesamten Filmes die gleiche Schnute, keine schauspielerische Glanzleistung, aber manch Anderer spielt seine oder ihre Rolle ganz gut. Interessant ist auf alle Fälle, wie die Geschichte des deutschen Widerstands erzählt wird. Es gibt die bösen Deutschen, wie immer, aber halt auch die guten Deutschen, das gibt’s nicht so oft. Das Set ist ganz hervorragend, man hat wirklich das Gefühl 60 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt zu sein. Die Nazis wirken so echt, dass sie noch schrecklicher rueber kommen ohne klischeehaft mies dargestellt zu werden. Die Guten gewinnen zum Schluss nicht, das wussten wir ja, leider.
Das Beste an Valkyrie ist jedoch die Auffrischung tief schlummernder Geschichtskenntnisse. Klar hat man das alles mal in der Schule gelernt, aber das ist lange her und außerdem gab’s damals meist interessantere Dinge auf die man sich konzentrieren musste. Also, der gute Herr von Stauffenberg war nie ein riesen Nazifan, eher preußische Tradition hat ihn nach Nordafrika gebracht, wo er schwer verletzt wurde, vom Engländer. Zurück in Deutschland wollte er nur noch eines, dass der Krieg schnell aufhört. Da war er leicht zu überreden beim Widerstand mitzumachen und ratz fatz war er der Oberanti, der alles richten sollte. Mangels überzeugender Alternativen beschloss er Hitler selber eine Bombe unterzuschmuggeln und sich aus dem Staub zu machen, weil er ja gebraucht wurde um die Operation Walküre durchzuführen. Leider ging nicht alles nach Plan, das Attentat hatte nicht den erhofften, letalen Erfolg. Stauffenberg und knapp 5000 weitere wurden im Zuge des Scheiterns verhaftet und erschossen. Das Ende des Deutschen Widerstandes, 9 Monate vor Ende des Krieges.
Fazit: wer “Der Untergang” mochte wird “Valkyrie” lieben!
Gestern auf der Lafayette, vor dem Astor Wines, hat es geschneit, mitten im Mai. Alles nur fake, zum Glück, eine Filmcrew hatte die Strasse mit künstlichem Schnee versehen. Vor den beiden Darstellern auf der gegenüberliegenden Seite huschten ständig Statisten vorbei, in dicke Wintermäntel gehüllt. Sie gingen immer nur einen halben Block, dann kehrten sie um. Wenn man später im Film also jemanden von links nach rechts gehen sieht und wieder zurück, dann handelt es sich wohl um einen Continuity Error und ich war gerade Zeuge davon.
Pete, mein Kollege und braintransfer Inc. Mitarbeiter Nummer 1 überzeugt nicht nur als Programmierer sondern vielleicht auch bald als Schauspieler. Der erste Full Feature Film, in dem er mitspielt, wurde auf dem diesjährigen South by Southwest Filmfestival gezeigt. Noch konnte ich ihn mir nicht anschauen aber hoffe, dass er bald nach NY kommt. Hier der Trailer…
Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte ihn sehen – "An Inconvenient Truth", den Dokumentarfilm über Al Gore's Initiative zur Aufklärung der Menschheit über den Klimawandel. Den letzten Präsidenten (dank Jeb Bush dann doch nicht) hat es voll erwischt und er hat es sich scheinbar zur Lebensaufgabe gemacht, "one man at a time" alle über die Konsequenzen des sich rasant wandelnden Weltklimas in Kenntnis zu setzen. Klar kann man ihm vorwerfen, dass er damit auch Profit macht aber er scheint schon ehrlich und aufrichtig, auf alle Fälle glaubhaft und engagiert sein Thema voranzubringen. Und die Wahrheit ist wirklich nicht bequem.
Auf der dazugehörigen Website gibts jede Menge Zusatzinformation. Lehrer können die DVD sogar umsonst bestellen und Paramount Pictures spendet 5% der Einnahmen (schon über $1 Mill. zusammengekommen). Dafür, dass Gore's sehnlichster Wunsch ist, dass möglichst viele sein Film sehen und die Message weiterreichen, hätten sie das Ganze mal unter Creative Commons stellen können (eine spezielle Art des Copyrights, das freies Verteilen legal macht). Ich trage brav meinen Teil bei und verweise hier auf eine Website, die den Film als Videostream zur Verfügung stellt.
Wenn ich einen Film immer und immer wieder anschauen kann, dann The Breakfast Club. Zum ersten Mal habe ich ihn 1987 angeschaut, da war er gerade 2 Jahre alt und genauso aktuell, wie heute. Die Story ist schnell erzählt: fünf Schüler sitzen an einem Samstagnachmittag in der Schulbibliothek nach. Fünf vollkommen verschiedene Charaktere, die jeweils eine bestimmte Gruppe von Schülern darstellen, wie es sie an jeder Schule gibt: den Sportstypen, den Punk, den Streber, die Prinzessin und die Außenseiterin. Fünf Menschen, die einen nachmittaglang zusammen in einem Raum verbringen und dabei feststellen, dass sie gar nicht so unterschiedlich sind.
Der Film war Kult für uns damals, wir haben ihn uns bei jeder Gelegenheit reingezogen. Keinen Film habe ich öfters angesehen, bestimmt 30-mal. Trotzdem finde ich ihn jedes Mal wieder wahnsinnig. Kult wurde auch das Zitat, das am Anfang des Films im Off gesprochen wird, aus dem Lied "Changes" von David Bowie. Die Parole unserer Generation:
"…And these children that you spit on as they try to change their worlds are immune to your consultations. They're quite aware of what they're going through…"
I don't know whether you have heard about the 1secondfilm yet, but I am one of the producers of it. Roland Emmerich, Pierce Brosnan, Kevin Bacon, Spike Jones and I have produced this great "arty" piece (well, a couple of great folks helped us as well). You can find me on 1secondfilm's blog and while you are there, check out the entire website and dig the great concept. Hey, and as I promised to spread the word that's why this is the first "English" post on kreitz.de. Might not be the last one. IMDb to be updated shortly.
Das besondere an King Kong ist, dass man die Story schon kennt und vielleicht befürchten könnte, dies ginge zu Lasten der Spannung. Mit nichten! Gewaltige Bilder und Sounds lassen das Herz 3 Stunden lang rasen und nur zur Ruhe kommen, wenn wieder eine schnulzig, fast überzeichnete 30er Jahre Romanz-Szene den Raum zum raunen bringt. Vom Publikum hier in New York wird das noch ganz gut aufgenommen, in Deutschland, fürchte ich, ist das manchmal zu viel. Aber es trägt natürlich, neben den Filmtiteln, zum Look & Feel des Originals bei.
Was die New York Szenen angeht, ging es mir wie Jason Kottke: New York in den 30er Jahren zu sehen war so faszinierend, dass ich zeitweise der Story und King Kong gar nicht folgen konnte.
Insgesamt ist ein Kinobesuch empfohlen. Wer hier in der Gegend wohnt, dem kann ich das Lincoln Center Kino empfehlen.
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