New York liegt am Meer. Davon hat man die längste Zeit nicht viel gemerkt, war doch der Zugang zum Wasser eher verbaut als zugänglich. Städteplaner hatten wohl keinen großen Nutzen darin gesehen, Ufer attraktiv zu gestalten. Das hat sich in den letzten Jahren massiv geändert: mehr und mehr ufernahe Parks entstehen, ebenso wie andere Wasserattraktionen, von schwimmenden Pools im East River bis hin zum Kajakverleih im Hudson River (streng genommen handelt es sich hierbei noch nicht um das Meer aber fast). Neulich erst wieder wurde ein neuer Park im Süden Manhattans eröffnet, der East River Waterfront Esplanade (Jamies Projekt). Eine der vielen kleinen Attraktionen ist hier, dass ein paar Stufen bis hinunter ans Wasser gehen und man so bei Flut durch den leichten Wellengang waten kann.

Fort Tilden BeachAber das tollste an einer Stadt am Meer ist ein echter Strand. New York hat ein paar davon, ziemlich berühmte, wie Coney Island und weniger bekannte, wie Fort Tilden, meinem Lieblingsstrand. Dorthin gelangt man mit dem Motorrad vom Eastern Parkway aus in einer guten halben Stunde, im Notfall auch mit U-Bahn und Bus, das dauert dann aber länger. Der Strand ist Teil des Fort Tilden National Parks, wie der Name schon sagt also ein Nationalpark, hier gibt es Ranger, die nach dem Rechten sehen, keine NYPD. Daher ist vermeintlich etwas mehr erlaubt (rauchen, alkoholische Getränke) und geduldet (sportrauchen, oben ohne), als anderswo. Tatsächlich habe ich bislang weder Bademeister noch Ranger am Strand gesehen, letztere passen aber mittlerweile auf, dass man sein Auto nicht mehr im Park parkt. Ansonsten ist hier alles naturbelassen und etwas wilder als an den überorganisierten Long Island Beaches, was ich ganz schön finde. Das Wasser ist mittlerweile, Mitte Juli, auch schon so warm (oder besser unkalt), dass man sich für ein paar Minuten in die Wellen stürzen kann. Leider kommt der mobile Getränkestand selten vorbei und so muss man entweder vor den Park zum Tacobus oder bis hinter zum bewirtschafteten Jacob Riis Park laufen, um sich versorgen zu können, falls man mal wieder vergessen hat, ausreichend Proviant eingepackt zu haben.

 

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