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Hier ist mal wieder richtig Sommer

Im Gegensatz zu anderen Gegenden, kann man sich in New York, was den Sommer angeht, im Allgemeinen nicht beschweren. Hier wird es im Zweifelsfall eher zu heiß und zu trocken, aber dem Namen “Sommer” wird die Jahreszeit immer gerecht. Komplett verregnete Julis und Heizung an im Juni gibt’s hier nicht (hier würde die Heizung im Juni ja erst gar nicht angehen, weil ja Sommer ist, von Memorial Day bis Labor Day).

So ist es auch dieses Jahr schön heiß. Mitunter mal eine ganze Woche lang um die 100 Grad Fahrenheit, was in etwa der Körpertemperatur des Menschen entspricht, wenn dieser Fieber hat (normale Körpertemperatur ist so zwischen 96F und 98F). Grundsätzlich wird das Wetter nur schlecht, wenn wir Campen gehen oder wenn es echt gute Open Air Veranstaltungen in der Stadt gibt. Reisenden kann ich gerne Tips geben, die es ermöglichen sollten, solche Termine zu umschiffen.

Einmal haben wir es geschafft, kurz an den Strand zu fahren, da waren wir spontan, so dass sich das Wetter nicht schnell genug darauf einstellen konnte. Also sind wir die Flatbush runter ans Meer gefahren, genauer gesagt zum Fort Tilden State Park. Der Strand dort ist recht nett, weniger überlaufen, als die anderen Stadtstrände und außerdem ein State Park, also außerhalb der Kontrolle der NYPD. Somit wird der Genuss von Alkohol und anderer Substanzen geduldet und Bekleidungsregeln werden etwas freizügiger gehandhabt. Nicht das uns das zugute gekommen wäre, aber angenehm zu sehen, dass so was möglich ist, in New York, wo man ja zum Teil nicht mal ein Bierchen vor seiner eigenen Haustür trinken darf.

Das Wasser ist heuer irgendwie wärmer oder ich bin nicht ganz so empfindlich wie sonst, auf jeden Fall war ich für meine Verhältnisse lange im Wasser. Leider hatten wir nicht so richtig super geplant und nachdem es dort weder Klos noch irgendwelche Stände gibt, waren wir nach zwei Stunden mit unseren Vorräten durch und haben uns wieder nach Hause gemacht. Fort Tilden gehört auf alle Fälle ab jetzt zu meinen Lieblingsstränden, nächstes mal muss man halt mehr mitbringen, dann hält man’s auch länger aus.

5 Jahre kreitz.de

Vor etwa fünf Jahren, im Juni 2005, habe ich angefangen, diesen Blog zu schreiben. Fünf Jahre sind eine lange Zeit in der Welt des Internets. Vieles hat sich geändert in dieser Zeit, auf diesem Blog und in der Welt drum herum. Anfangs dachte ich über Onlinekultur und Geschäftsmodelle schreiben zu wollen. Mein Umzug nach New York Ende 2005 und der damit verbundene Drang das neu Erlebte zu verarbeiten, führten dazu, dass kreitz.de ein eher persönlicher Blog geworden ist.

In den fünf Jahren habe ich nur drei mal das Layout verändert, einmal habe ich die Software-Plattform gewechselt (von Movable Type zu Wordpress), nie das Lizenzmodell (von Anfang an Creative Commons ShareAlike). Auf meine 193 Artikel gab es 88 Kommentare, die kein Spam waren, 80.946 weitere wurden von Akismet gefiltert.

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Meine Besucher kommen aus aller Welt, die meisten aber natürlich aus den USA und Deutschland. Wie man sieht, hat es sich in wenigen Teilen Asiens und Afrika noch nicht rumgesprochen, dass es kreitz.de gibt, genauso wenig wie in Grönland.

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Dass die durchschnittliche Verweildauer bei eineinhalb Minuten liegt, finde ich erstaunlich. Da viele Leser von Onlinemedien erfahrungsgemäß über gewisse Aufmerksamkeitsdefizite verfügen, muss es demnach einige geben, die die Artikel bis zuende lesen. Das freut mich.

Inhaltlich hat sich gezeigt, dass Tips und Tricks zu den Themen iPhone, mobiles Internet und Online Musik am meisten gefragt sind. Was es bei mir zum Mittag gab, interessiert nur echte Hardcore Fans. Das ist auch ok so, hätte ich nicht anders erwartet. Insgesamt kann man eine gewisse Stetigkeit der Besucherzahlen beobachten, die wiederum mit der Stetigkeit und Dichte des Inhaltsflusses korrelieren. Die Ausschläge nach oben sind meist auf Artikel zurückzuführen, die anderswo aufgeschnappt wurden. Das hallt dann noch einige Wochen nach. Der einzige echte Absacker hier ist übrigens technisch bedingt: nach der Einführung meines jetzigen Designs habe ich vergessen Google Analytics richtig und überall einzubauen und so sind mir ein paar Daten verloren gegangen.

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Bleibt mir nur noch an dieser Stelle meinen allerherzlichsten Dank auszusprechen, an alle, die mich jahrelang begleitet haben, bei meinen großen und kleinen Abenteuern in der Neuen Welt, alten Heimat und online.

One Hit Wonder

Inspiriert von Louai’s Facebook post eines alten Fool’s Garden videos, habe ich mich kurz auf die Suche gemacht nach One Hit Wonders (OHW), die mir gut gefallen haben oder die irgendwie in Erinnerung geblieben sind. Interessanterweise gibt es eine offizielle Methodologie, ein OHW zu bestimmen: ein Interpret, der nur ein Stück in den Top 40 hatte, gilt als OHW. Da dies nicht wirklich die Popularität einiger Interpretinnen widerspiegelt, sind auf der dazugehörigen Wikipediaseite einige Listen entsprechend gefiltert (z.B. gehört Jimmi Hendrix strenggenommen zu den OHWs). Da sehr englischlastig, tauchen Falco und Nena regelmäßig in diesen Listen auf, obwohl sie ja, letztere bis heute, große Erfolge im deutschsprachigen Raum zu verzeichnen hatten und haben. Das hier ist die “offizielle” Top 10 Liste von Wikipedia inklusive aller Links:

  1. Los del Río — “Macarena” (1995)
  2. Soft Cell — “Tainted Love” (1982)
  3. Dexys Midnight Runners – “Come On Eileen” (1983)
  4. Right Said Fred — “I’m Too Sexy” (1991)
  5. Toni Basil — “Mickey” (1982)
  6. Baha Men — “Who Let the Dogs Out?” (2000)
  7. Vanilla Ice — “Ice Ice Baby” (1990)
  8. a-ha — “Take On Me” (1985)
  9. Gerardo — “Rico Suave” (1991)
  10. Nena — “99 Luftballons” (1984)

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Außer Nena, fand ich natürlich Soft Cell auch ganz toll, damals.

Hier einige meiner Favoriten der erweiterten Listen:


Das war eines der ersten Videos, die ich damals auf Formel Eins gesehen hatte.

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EMF, ein Standard im Octopus, den Jugenclub, den ich anfang der 90er geleitet hab.

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Der absolute Favorit, ein selten gespielter Song, gab’s eigentlich nur in Clubs und Diskotheken, DJs zahlten teilweise Unsummen um eine Kopie dieser Platte in die Hände zu bekommen.

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Noch ein etwas neueres Stück, gefiel mir immer ganz gut.

Was ist Dein Lieblings-One-Hit-Wonder?

Sommer im Büro

Ja, ich habe lange nichts mehr hören lassen von mir, nicht hier und wenig anderswo. Die letzten drei oder vier Wochen habe ich hauptsächlich im Büro verbracht. Viel schreibe ich ja gewöhnlich nicht über das, was sich dort so tut, aber heute mach ich mal eine Ausnahme. Vor etwas mehr als einem Monat haben wir ein Projekt angenommen, für das wir nicht bezahlt werden, jedenfalls nicht sofort, also nicht in Bar sondern mit Anteilen. Also vermutlich, alles noch nicht unter Dach und Fach und ich kann auch noch nicht viel erzählen, nur so viel: gemeinsam mit einer hochrangigen Werbeagentur, einer Firma in Indien, dem Gründer des Unternehmens und einigen anderen haben wir eine iPhone App für die WM entwickelt. Die App wird es Fussballfans ermöglichen, Benachrichtigungen über Tore und Spielstarts in Echtzeit zu bekommen (via sogenannter Push Notifications) und das auf ganz besondere Weise: die Ansagen kommen von bekannten Sportmoderatoren. Das Ganze auf Englisch und Spanisch, was ja hier quasi die zweite Amtssprache ist. Da die App weltweit über iTunes zur Verfügung gestellt wird (und zwar kostenlos), werde ich an gegebener Stelle noch einen Downloadlink nachreichen. Jetzt drücken wir erstmal alle die Daumen, dass die App noch bis zum Spielstart von Apple abgesegnet wird. Wir haben zwar Leute, die Leute kennen, die da mal ein Auge drauf werden (schick schnack, die böse Hand) aber garantiert ist natürlich nichts.

In jedem Fall wissen wir jetzt in etwa wie es geht und wenn einer eine API braucht, für irgendwas, kann ich die mittlerweile im Schlaf programmieren. Ach, apropos Programmieren, das hat mir eigentlich mal wieder richtig Spass gemacht. Das meiste war PHP Zeug mit CodeIgniter, und natürlich SQL dazu, was manchmal ganz schön verzwickt sein kann. Das Hardcoreprogrammieren der App in Objective C hat ja der Partner in Indien übernommen, sehr kompetente und supernette Jungs waren das. Jedenfalls freue ich mich jetzt doppelt auf die WM und danach gehts dann weiter, die nächste Sportapp ist schon in Planung.

Mexiko extrem

Kurzurlaub in Mexiko, nach Cancun ging es, um genau zu sein. Schon am Flughafen lauert der erste Stress. Es wimmelt von hilfsbereiten Menschen, Mexikanern meistens. Jeder möchte dich in die Stadt bringen oder ins Hotel, wie Versicherungsvertreter bleiben sie hartnäckig, der letzte Bus ist schon weg, das weiss hier jeder. Schliesslich geben wir nach und lassen uns im Sammeltaxi direkt ins Hotel fahren. Im Hotel geht’s gleich weiter, ehe man sich versieht hat der Hotelboy die Taschen auf einen Wagen geladen und führt uns ins Zimmer. Klar, da gibt’s natürlich ein Trinkgeld für. Das Schlafgemach für die kommenden vier Tage ist großzügig vom Raumangebot, schlicht aber sauber, mit Balkon und Blick auf die Bucht und die davorliegende vierspurige Straße. Falls wir diese nicht schon beim ersten Rundgang erspäht gehabt hätten, wäre sie uns nächtigens nicht entgangen. Es ist laut, in der ersten Nacht, und als New Yorker ist man nicht übermäßig zimperlich.

Am nächsten Morgen scheint die Sonne und die Sorgen vom Vortag sind erst einmal dahin. Das kann auch das als Begrüssung getarnte Verkaufsgespräch (zum Zwecke eines Upgrades zum All-inclusive) nicht betrüben, gelassen lassen wir es geschehen, den Minifresskorb nehmen wir mit und ab geht’s an den Strand. Der Blick auf’s Meer, der feine Sand, die schattenspendenden Palmen, entschädigen für den bis dato entstandenen Schaden. Es ist wenig los hier, vielleicht wegen des Windes von der Stärke roter Flaggen, vielleicht wegen der Nebensaison oder vielleicht weil die All-inclusive Gäste lieber am Pool bleiben, unweit der Bar. Hier ist es sehr entspannt, mir gefällt es hier, die Laune steigt wieder.

Als wir später nach Cancun Stadt fahren, mit dem Bus, kommen wir durch das Epizentrum der amerikanischen Spring Break Kultur, eine Mischung aus Miami und Times Square oder eine Kopie von Daytona Beach, jedenfalls stelle ich mir das so vor. Nicht das wir Deutschen da besser wären, Mallorca lässt grüssen. In der Stadt angekommen, jagen wir nach was Essbaren, irgendwas einigermaßen landestypisches. Das ist auch nicht schwer zu finden, denn in die relativ neue Stadt Cancun, ohne historischen Kern, zieht es nur wenige Touristen. So ist Cancun’s Innenstadt zwar nicht wirlich hübsch, aber ehrlich und mexikanisch. Alles, was wir so zu Essen finden ist hervorragend, wenn auch ein wenig schwere Kost, zu sehr vernünftigen Preisen. Beschissen werden wir natürlich trotzdem, als ich den Wirt dabei ertappe ist es ihm super peinlich und er gibt mir den 100er ohne Murren zurück. Sogar in der Bank, beim Geld umtauschen wird sich zu unseren Ungunsten verrechnet, wirklicher Wahnsinn hier.

Den letzten Tag verbringen wir mit einer kleinen Tour zur Isla Mujeres, einer relativ ruhigen Insel, ca. 1 Stunde von Cancun entfernt, mit dem Boot. Hier entdecken wir einen wunderschönen Strand und verbringen den Nachmittag unter Palmen und im flachen, tieftürkisen Wasser. Hier essen wir hervorragend, Mexikanisch und Kubanisch, mit echtem Cubarum Mojito. Die Heimreise ist dann noch ein echtes Abenteuer, mit Fähre, Taxi und Bus brauchen wir ganz schön lange zurück zum Hotel.

Auf dem Weg zurück zum Flughafen denke ich mir, gerne wäre ich noch ein wenig beblieben, gerne wäre ich noch weiter in den Süden gefahren, nach Tulum zum Beispiel, oder weiter ins Landesinnere. Zu Land und Leuten hat sich in den wenigen Tagen eine eher ambivalente Haltung bei mir eingestellt. Das man im Besucher nur eine Geldquelle sieht nervt auf Dauer. Das ist zwar zum Teil verständlich, aber in anderen Ländern, wir Costa Rica oder Marokko nur halb so schlimm. Was den Tourismus angeht, so wird selbiger hier mit der Keule betrieben, der Trend zum Sanften ist noch nicht so richtig angekommen. Aber Vieles ist auch superschön hier und ich komme gerne einmal zurück.

Schreckenssekunde

Heute hatte ich so einen kurzen Moment, in dem mir klar wurde, dass ich irgendwie so ein kleines bisschen süchtig bin. Ein ganz klitzekleines bisschen.

Als ich nach Hause kam, musste ich mich wieder mal über meine überteuerte Internetverbindung aufregen. Angeblich soll ich 15 Mbit/s bekommen, was man für $50 im Monat ja auch wirklich erwarten darf. Anstatt der versprochenen zweistelligen Megabitverbindung, bekomme ich aber seit Wochen nur noch dreistellige Kilobitgeschwindigkeiten. Heute hat’s mir dann gereicht und ich habe den Kundenservice angerufen. Die testen dann mit dir die Leitung durch, tun so, als ob es an 1000 anderen Sachen liegt (Microwelle die das WiFi stört und so) um dir schließlich, wie in meinem Fall, einen Fehler auf ihrer Seite einzugestehen. Bei Optimum Online, meinem ISP, hat man dann die suboptimale Auswahlmöglichkeit zwischen Umtausch des Kabelmodems in einem weit entfernten Kundencenter am Rande Brooklyns (in Manhattan gibt’s die nämlich wegen des Monopolrechts von Time Warner nicht) oder einem Termin mit einem Servicemitarbeiter, der ins Haus kommt. Ich optiere für letzteres, da die Zeitfenster mittlerweile auf erträgliche vier Stunden reduziert wurden (als ich den Anschluss vor fünf Jahren bekam, war das Zeitfenster noch acht Stunden, was in Amerika etwa 1/10 des Jahresurlaubs ausmacht).

Kaum habe ich den Termin notiert und aufgelegt, macht das Internet einen kompletten Abgang, von 700 kbit/s auf null. Macht nichts, dachte ich erst, ich habe ja ein iPhone mit EDGE Geschwindigkeit, das kann ja nicht schlechter sein. Aber dann fällt mir ein, ich habe ja leider keinen T-Mobile Empfang in der Wohnung, oder nur sehr unzureichenden. Das war dann der besagte Moment, in dem ich realisiert habe, dass ich eventuell einen Abend ohne Internet auskommen muss. Ich erschrak kurz, und dann gleich nochmal, vor lauter Schreck des Erschreckens. Das mich der Gedanke, ohne Internet zu sein, so mitgenommen hat, war ein ganz komisches Gefühl. Ich hab das dann gleich ganz selbsttherapeutisch analysiert: ein kurzer Moment der Leere hat eine gewisse Sekundenpanik in mir hervorgerufen. Komisch, wie man so reagiert. Ich habe hier ein Stapel von tollen Büchern, die ich endlich mal lesen will und ich lese wirklich gern, aber unerklärlicherweise schiebe ich Panik, beim schieren Gedanken, einen Abend ohne Internet verbringen zu müssen.

War aber alles halb so schlimm, beherztes Neustarten aller System verhalf dem Internet nach kurzer Zeit zur Rückkehr zum alten Stand: langsam aber hinreichend. Naturgemäß habe ich dann den Abend auch online verbracht und diese Zeilen niedergeschrieben, damit ich nicht vergesse, wie es sich anfühlt, ohne zu sein.

Einer von 126 Millionen

Gerade “State of The Internet” angeschaut und mal wieder einiges gelernt. Mein Blog ist einer von 126 Millionen Blogs, die es zur Zeit weltweit gibt. Interessant auch, dass fast die Hälfte aller Webseiten Blogs sind. Hier sind einige Highlights, unten das Video:

  • 1,73 Milliarden Internet Benutzer
  • 247 Milliarden Emails täglich
  • 200 Milliarden davon sind SPAM
  • 234 Millionen Webseiten
  • 126 Millionen Blogs
  • 27,3 Millionen Tweets pro Tag

… und noch viel mehr, seht selbst:

Kleine Brote backen

Vor einiger Zeit hat sich Sidney, mein Freund und Partner bei SUPERMETRIC mit dem Brotvirus angesteckt. Nachdem er das Buch von Jim Lahey (von der Sullivan Street Bakery) in die Finger bekommen hatte, in dem dieser seine knetfreie Brotbackmethode vorstellt, ist er zum Hobbybäcker geworden. Zu meinem Geburtstag habe ich dann selbiges Buch bekommen und letztes Wochenende mein erstes Rustic Italian Bread gebacken.

Die Methode ist wirklich ganz einfach: man muss nur Wasser, Mehl, Hefe und Salz miteinander vermengen, 18 Stunden warten, kurz falten, nochmal eine Stunde warten und dann backen. Als Ofen im Ofen dient ein gußeiserner Topf (LeCreuset oder Lodge). Das Ergebnis ist grandios, ein wirlich leckeres italienisches Landbrot, hell und luftig innen und knusprig außen. Man kann natürlich auch Vollkornmehl verwenden, um das Ganze dunkler und fester zu machen. Oder Oliven, Speck und Zwiebeln dazu geben. Irgendwas davon probiere ich das nächste mal aus, in meiner Backstube.

STACKD unterstützen macht Spaß

Behaupte ich jetzt einfach mal. Was ist STACKD, fragt ihr euch?

STACKD ist ein kleines Projekt, das meine Kollegen und ich von SUPERMETRIC letztes Jahr aus dem Boden gestammpft haben. Seither berichteten einige schlaue Leute darüber, auf diversen Blogs, und so haben wir gelernt, dass STACKD ein hyperlokales Netzwerk ist. Ursprünglich war die Idee, eine Plattform zu schaffen, die die Kommunikation innerhalb von Bürogebäuden ermöglicht. Wir waren selbst erst in ein 20-stöckiges Bürogebäude gezogen und fühlten irgendwie, dass man mehr mit anderen im Haus ins Gespräch kommen sollte – geschäftlich oder auf ein Bier. So haben wir STACKD ins Leben gerufen, eine Online-Plattform, die hilft, Menschen die im gleichen Gebäude arbeiten zusammenzubringen.

Neulich haben wir uns bei Pepsi Refresh Everything beworben, einer Initiative, bei der Pepsi monatlich 1,3 Millionen Dollar in Projekte verschiedener Kategorien investiert. Wir haben uns im Themengebiet “Neighborhood” plaziert, für ein Preisgeld von $50.000 Dollar, das die Top 10 jeder Kategorie bekommen. Seit heute 18 Uhr sind wir live und kreitz.de bittet alle Leser für STACKD abzustimmen und uns zu unterstützen, über das Widget hier unten. Schon mal vielen Dank, und wer Fragen hat oder andere Anregungen loswerden will, einfach hier einen Kommentar hinterlassen.

Nachgekocht: Fried Rice Rezept vom Sternekoch

Neulich sah ich im Fernsehen einem New York Times Journalisten und Hobbykoch beim Nachkochen eines Fried Rice Gerichtes zu. Er selbst hatte es in einem Restaurant von Jean-Georges Vongerichten in New York gegessen, zum Brunch. Nicht wissend, dass das Rezept auf der NY Times Website zu finden sein würde (einschließlich Video), hatte ich mir das Rezept versucht einzuprägen. Heute habe ich es nachgekocht, zugegebenermaßen habe ich doch noch schnell gegoogelt und bin auch fündig geworden. Weil ich aber nicht alles genauso da hatte, gibt’s das Rezept in meiner abgeänderten Version.

Zutaten:

  • Öl (üppig den Pfannenboden bedenkend, Erdnußöl, etwas Sesamöl)
  • gehäufter Esslöffel feingehackter Knoblauch
  • gehäufter Esslöffel feingehackter Ingwer
  • 1 Cup feingehacktes Lauch
  • 2 Cup gekochter Reis vom Vortag
  • 2 große Bioeier
  • Salz
  • Zewa

Zubereitung:

  1. Das Öl in die Pfanne geben. Ich habe normales Olivenöl verwendet, laut Rezept sollte man aber Erdnußöl oder Entenfett verwenden. Ein wenig (max. ein Esslöffel) Sesamöl dazugeben.
  2. Knoblauch und frischen Ingwer hinzugeben. Beides wenige Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun fritieren. Vorsichtig abschöpfen und auf ein Zewa zum trocknen geben.
  3. Im gleichen Öl den Lauch weich braten, ca. 10 Min. bei mittlerer Hitze. Gegen Ende etwas salzen und darauf achten, dass das Lauch nicht braun wird.
  4. Hitze hochschalten und den Reis dazugeben. Schön knusprig braten, oft wenden. Gegen Ende mit Salz abschmecken.
  5. Reis auf Tellern anrichten und in der Pfanne 2 Eier braten. Die Eier sind richtig, wenn das Eiweiß fest ist, der Rand braun-knusprig und das Eigelb noch weich.
  6. Eier auf dem Reis anrichten und mit dem fritierten Ingwer-Knoblauch besprenkeln.
  7. Essen

Was mir gut gefallen hat, ist der leichte Geschmack, bei dem alle Zutaten noch gut rauszuschmecken sind. Vor Allem der fritierte Ingwer ist klasse, und das zerlaufende Eigelb, dass sich über dem Reis verteilt. Sehr lecker.

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